Full text : Preußisches Landbuch

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mehrere  Wittwen  vorhanden,  so  theilen  sich  dieselben  oder  ihre  Kinder
in  die  Zinsen,  und  wenn  kein  Empfangsberechtigter  vorhanden  ist,  so
werden  die  Zinsen  zum  Kapital  geschlagen.  1861  betrug  das  Kapital
835  Thlr.
Freiherr  Joseph  v.  Heister  zu  Düsseldorf,
schenkte  am  25.  Jan.  1858,  am  Tage  der  Vermählung  des  Prinzen
Friedrich  Wilhelm  von  Preußen  dem  kath.  Waisenverein  in  Düsseldorf
zu  einer  v.  Heister  scheu  Stiftung  1000  Thlr.  —  Frau  Franziska
v.  Heister  geb.  Freun  v.  Pelser-Berenöberg  begründete  1862  bei
dem  Nationaldank  eine  Spezial-Stiftung  mit  2000  Thlr.  unter  der
Benennung  „v.  Heistersche  Stiftung  für  hülfsbedürstige  Veteranen".
Letztwillig'  wendete  sie  dem  in  Düsseldorf  bestehenden  Verein  für  Erziehung ­
  und  Pflege  armer  kath.  Waisenmädchen  3000  Thlr.  zu.
Helffscher  Armen-Fonds  zu  Vallendar  (Koblenz).
Jährliche  Einnahme  an  Zinsen  etwa  800  Thlr.  Es  werden  unterstützt
zunächst  arme  Anverwandte  des  Stifters,  der  Rest  kommt  den  Armen
in  Vallendar  mit  ¡,  zu  Nieder-Werth  mit  £  und  zu  Mallendar  mit  ļ
zu  gute.  Die  Verwaltung  ist  bei  der  Kirche.
Hellborusche  Waisen-Stiftungen.
Bertha  Hellborn  geb.  Hey  mann  (t  1840),  Ehrenmutter  des  Auerbachschen
  Waisenhauses,  und  ihr  Gatte  Philipp  Hellborn  widmeten
dem  Knaben-Jnstitut  jährlich  50  Thlr.,  welche  zinsbar  belegt  und  später ­
  einem  der  Knaben  bei  seinem  Etablissement  oder  bei  der  Promotion
ausgehändigt  werden  sollen.  1864  belief  sich  der  Fonds  auf  1400
Thlr.  und  cs  waren  bis  dahin  27  Knaben  mit  je  50  Thlr.  bedacht.
Eine  gleiche  Stiftung  besteht  bei  dem  Mädchen-Institut;  Kapital  2000
Thaler.  Sie  hat  zum  Zweck,  jährlich  ein  Waiscn-Mädchcn  mit  50  Thlr.
auszustatten,  die  ihr  mit  Zinsen  und  Zinseszinsen  bei  ihrer  Verheirathung
  oder  selbstständigen  Einrichtung  ausgezahlt  werden.  Neben  dieser
Stiftung  ist  ein  Vermächtnis;  von  Philipp  Hellvorn  voll  2000  Thlr.
vorhanden;  von  den  Zinsen  sollen  jährlich  einem  Waisenmädchen  50  Thlr.
zuerkannt  werden.  Der  Ueberschuß  soll  aufgespart  werden  und  wenn
wieder  50  Thlr.  angesammelt  sind,  dieser  Betrag  einem  zweiten  Waisenmädchen ­
  (neben  demjenigen,  welches  jährlich  zu  dotiren  ist)  ausgesetzt ­
  werden.
Hellen,
Notar  in  Xanten  (t  1836)  vermachte  sein  Vermögen  im  Betrage  von
14—15,000  Thlr.  der  Stadt  Köln,  bei  deren  Municipal-Verwaltung
er  bis  zum  Jahre  1804  angestellt  gewesen  war,  zur  Stiftung  einer
Stadt-Bibliothek,  zur  Unterstützung  armer  Schulkinder  durch  Zahlung
des  Schulgeldes,  Anschaffung  der  Schulbücher,  und  zur  Stiftung  dreier
Jahresgedächtnisse  für  seine  Eltern  und  für  sich.
Hel  leu  do  rusche  Stiftung,
für  die  Ortschaften  Griethausen  und  Wistel  im  Kreise  Kleve.  In  der
            
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