Full text : Preußisches Landbuch

31

Kinder  in  Pflege  nehmen  wollen,  müssen  dazu  polizeiliche  Erlaubniß
nachsuchen.  Diese  wird  nur  solchen  verheirathcten  oder  ledigen  Frauen
ertheilt,  von  welchen  nach  ihren  persönlichen  Verhältnissen  und  nach  der
Beschaffenheit  ihrer  Wohnungen  eine  Verwahrlosung  des  Pflegekindes
nicht  zu  besorgen  ist.  Die  Erlaubniß  muß  vor  einem  etwaigen  Wohnungswechsel ­
  aufs  Neue  nachgesucht  werden  und  wird  im  Falle  einer
üblen  Behandlung  des  Kindes,  oder  bei  einer,  demselben  nachtheiligcn
Veränderung  der  Umstände,  zurückgenommen.  Zur  Begutachtung  der
5ff',!""J'- r ®. rtaub '"8  S" r  Annahme  von  Pflegekindern  bedien»  sich
Jnhred  I8«4  waren  302«  P7rs°n-»'°îonz-sfl°à  aSTâ'Tinb«
unter  Aufsicht  des  Verems.

Augen-Hcilanstalt  zu  Breslau,
s.  Schlesischer  Verein  zur  Heilung  armer  Augcnkrankc.
Augcii-Heilanstalt  zu  Erfurt,
im  Jahre  1802  begründet.  Die  Aufnahme  in  dieselbe  erfolgt  auf
vorangegangene  Anmeldung  bei  dem  Arzte  (l)r.  Schröll),  die
Kosten  der  Verpflegung  so  wie  der  nothwendigsten  Heilmittel  werden ­
  auf  das  billigste  berechnet,  wahrend  die  ärztliche  und  wundärztliche
Behandlung  unentgeltlich  geleistet  wird;  unheilbar  Blinde  können  jedoch
m  die  Anstalt  nicht  ausgenommen  werden.  In  den  Fällen,  wo  Ortßarme
  solchen  Gemeinden  angehören,  welche  selbst  die  geringen  Vcrpflegungskosten
  aufzubringen  nicht  vermögen,  findet  ein  Erlaß  '  bcrfcíbcn
stà  Das  Institut  steht  unter  Aufsicht  der  Regierung.
Augusten-Hospital  zu  Breslau,
im  Jahre  1837  von  einem  Verein  hergestellt  unter  Protektion  der  Frau
Fürstin  von  ^iegnitz.  Es  nimmt  kranke  Kinder  armer  Eltern  auf  und
satte  im  Jahre  1862  an  Immobilien  und  baarein  Gelde  ein  Vermögen
von  8400  Thlr.  An  lctztwilligen  Zuwendungen  erhielt  die  Anstalt
r?w\  ^??àin  Gerstenbcrg  1000  Thlr.,  von  dem  Res.  Schröter
0  Thlr.,  Kaufmann  Liebig  400  Thlr.  u.  s.  w.  S.  auch  G  rundmannsche
  Stiftung.

Augusten-Stiftung,
à-»  Sr-imaunru  am  N.JuniĢû,  d-m  Tag»  d-r  sil
maurirn^König«  Wilhelm  I.  gigründkt,  um  würdig»,»  grei
tóS-WÄ*-  ÂT-ÍÃ
Maurer  eine  Uuteà  ''^"rftigen  Wittwen  und  Waisen  verdiente
"slutzung  zu  vermitteln.
.  Augusten-Stiftung  zu  Görlitz.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.