Full text : Preußisches Landbuch

550

Unterstützungen  bis  zum  Betrage  von  100  Thlr.  jährlich.  Um  die
Ştiftsstellen  können  sich  arme  Wittwen  von  Ķansleuten  christlicher  Rcllgion
  der  Stadt  Königsberg  bewerben.  Wittwen,  welche  aus  der  Familie ­
  der  Stlfterin  Barbara  Toll,  verw.  gewesenen  Pvchlau,  geb.
Leumann,  oder  aus  den  Familien  der  Kaufleute  Lukas  Pychlau
und  Chrlstran  Gottlieb  Toll  abstammen,  haben  vor  Fremden  den
Ұŗz"g  und  unter  diesen  wiederum  die  Wittwen  der  Kaufleute  des
Knclphoftschen  Stadtbezirks.
Quandtsche  Stipendien-Stiftung,
von  dem  Ober-Hofprediger  Quandt  zu  Königsberg  mit  2000  Thlr.
für  Theologen,  zunächst  aus  den  Hauptämtern  Brandenburg,  Balqa
und  Neuhansen,  auf  je  3  Jahre  begründet.  Die  Söhne  der  luther.
Ober-  und  Hof-Prediger,  unter  diesen  die  Enkel  des  Dr.  Langhausen ­
  sind  bevorzugt.  Der  Fonds  bestand  1838  (Koch  I.  557.)  in
46481  Thlr.  Die  vier  Stipendiaten  erhielten  190  Thlr.  Quandt
widmete  ferner  1110  Thlr.  zu  einem  Stipendium  für  Theologen  auf
zwei  Jahre,  besonders  sür  Söhne  armer  Ostpreußischer  Prediger  und
Lithauischer  Prediger  und  Präccntoren.  Bon  den  Zinsen  des  Kapitals
(tm  Jahre  1838  825  Thlr.)  erhielten  fünf  Stipendiaten  je  5  Thlr.
Quast,
ehemaliger  Justiz-Aktuar  zu  Dramburg,  bestimmte  1847  letztwillig  25
Thlr.  zur  Ansammlung  eines  Kapitals  bis  zu  100,000  Thlr.  behufs
Unterstützung  erwerbsunfähiger  Personen.  Das  Kapital  beträgt  jetzt
70  Thlr.  °  *
Quedlinbnrgsche  Prediger-Wittwenkasse,
begründet  1795  für  die  Prediger  des  Fürstenthnms  Quedlinburg,  deren
jeder  2  Thlr.  jährlich  zahlt.  1842  waren  13  Mitglieder  und  5  Wittwen; ­
  Betrag  der  Pension  einer  Wittwe  60  Thlr.  Das  Vermögen  der
Anstalt  bestand  damals  in  7050  Thlr.  und  einigen  Aeckern  (Hermes!.
S.  224).
QuenstLdtsches  Stipendium,
eine  ältere  Stiftung  der  Stadt  Quedlinburg.  Es  beträgt  60  Tblr
Gold  und  wird  von  der  Regierung  in  Magdeburg  verliehen  (Hermes  I!.
S.  240).
v.  Quent  elsche  Stiftung  zu  Köln.
Sie  rührt  von  dem  Dom-Vikar  Thomas  v.  Quentel  (1689),  dem
Franz  v.  Quentel  (1734)  und  dem  Propste  Johannes  Thomas
v.  Quentel  (1776)  her  und  wurde  vom  Dechanten  des  Stifts  St.
Severin  verwaltet.  Die  Objekte  des  Vermögens  gingen  nach  Auft
Hebung  des  Stifts  (1802)  zum  größten  Theil  verloren  und  erst
durch  die  Bemühungen  der  Armen-Verwaltnng  wurde  (1825)  ein  Theil
des  Verlorenen,  in  Renten  von  jährlich  1000  Fr.  bestehend,  wieder
herbeigeschafft.  Der  jährliche  Ertrag  der  Stiftung  kommt  den  Armen
zu  gute.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.