Full text : Preußisches Landbuch

564

Rettungshaus  zu  Diesdorf,
ein  Filial  des  Hauses  von  Schreiberhau  (s.  d.),  dessen  Begründung
durch  die  werkthätigen  Unterstützungen  des  Kaufmanns  Weiß  in
Reichenbach  1864  ermöglicht  worden  ist.  Er  schenkte  dem  Rettungs-Hause
  zu  Schrei  ber  hau  ein  Grundstück  in  Diesdorf  mit  den  darauf
befindlichen  Gebäuden  im  Werthe  von  10,000  Thlr.  unter  der  Beengung ­
  ,  daß  dasselbe  für  immerwährende  Zeiten  zur  Förderung  des
Reichs  Jesu  Christi,  zunächst  zu  einem  Rettungshause  für  konfirmirte
  Kinder,  insbesondere  zu  einer  Ackerbau-Schule  verwendet  werde.
Rettungshaus  zu  Dramburg,
von  einem  Frauen-  und  Jungfrauen  -  Verein  1854  begründet.  Es
werden  darin  25  Kinder  verpstegt  und  kommen  auf  das  Kind  durchschnittlich ­
  25  Thlr.  pro  anno.
Rettungshaus  zu  Elberfeld,
für  verlassene  Kinder  der  evangelisch-lutherischen  Gemeinde,  1860  eröffnet. ­
  Legat  von  Heckmann  (1862)  100  Thlr.
Rettungshaus  zu  Elbing.
Es  werden  darin  etwa  6  Knaben  erzogen.
Rettungshaus  zu  Fiusterwalde,
1858  im  Interesse  der  Kinder  der  vieleit  in  den  dortigen  Tuchfabriken
beschäftigten  Arbeiter  durch  den  „Rettungs-Verein"  begründet.  Die
Anstalt  hat  Korporations-Rechte.
Rettungshaus  zu  Freienwalde  (Pommern),
1853  begründet.  Es  zählte  im  Jahre  1857  5  Knaben  und  9  Mädchen.
Rettungshaus  zu  Friedland  (Falkenbcrg).
Eine  Stiftung  des  Gutsherrn  Grafen  v.  Burghauß.  Die  Anstalt ­
  ist  für  ev.  Knaben  und  enthält  deren  etwa  20.
Rettuugshaps  zu  Garz  (StralsuUd),
1844  begründet.  Es  enthielt  im  Jahre  1857  achtzehn  Knaben.
Rettungshaus  zu  Görckc,
1850  zu  Spantekow  von  dem  Anklam-Demniiner  Frauen-  und  Junafranen-Verein
  begründet,  seit  1856  mit  Hülfe  eines  Legats  des  Kaufmanns ­
  Loins  Schulze  von  1000  Thlr.  in  Görcke  hergestellt.  Eine
Abtheilung  des  Elisabeth-Stifts  zu  Anklam.  Die  Kosten  werden  durch
milde  Beiträge  gedeckt.
Rettungshaus  zu  Görlitz.
Anfänglich  ein  Privat-Jnstitut  und  blos  von  rnilden  Beitragen  unterhalten, ­
  erhielt  dieses  Institut  durch  ein  Legat  von  2000  Thlr.,  welches
der  Kommerzienrath  Ferd.  Schmidt  (1854)  aussetzte,  eine  festere  Begründung. ­
  Die  Anstalt  ist  für  Knaben  der  Ober-Lausitz  bestimmt  und
steht  mit  der  Armen-Ackerbau-Schule  zu  Siebenhufen  (s.  d.)  in  Verbindung. ­
  Beide  Anstalten  haben  einen  gemeinschaftlichen  Vorstand,  indem
die  dazu  sich  eignenden  Zöglinge  des  Rettnngshauses  in  der  Ackerbau-
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.