Full text: Preußisches Landbuch

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Solbrigsches Stipendium zu Bernau. 
Prediger Solbrig zu Prenden stiftete dasselbe 1830 mit 1000 Thlr. in 
Staatsschuldscheincn, derenZinscn an Studircndc der Theologie auf3Jahre 
vergeben werden sollen. Der Stipendiat muß der Sohn eines Predigers 
in der Diözes Bernau sein. Unter den Bewerbern hat der Sohn 
des jedesmaligen Predigers in Prenden den Vorzug, bei den übrigen 
entscheidet Bedürftigkeit und Würdigkeit des Vaters. Der Synode 
Bernau steht die Kollatur zu. 
Bonifaz Sols, 
Schulze zu Neustadt (Worbis) überwies (1860) der dortigen Kirche 
a) 9O00 Thlr., b) ein Haus nebst Zubehör mit dem darin befindlichen 
Mobiliar; c) 2000 Thlr. zum Ausbau des Hauses; 6) 9 Morgen 
Land und 1 Morgen Wiese behufs Errichtung einer barmherzigen 
Schwestern-Anstalt zur Pflege armer Kranken und zur Unterhaltung 
und Erziehung armer verwaiseier und verwahrloseter Kinder. 
Gräfin S olmssche Stiftung. 
Die am 7. Februar 1829 f verw. Gräfin zu S olms-B ar u t h, 
geb. Gräfin v. Wallwitz hatte 4000 Thlr. in Staatsschuldscheinen zu 
einer wohlthätigen Stiftung für die Stadt und Herrschaft Baruth 
bestinnnt. Bon den aufkommenden 160 Thlr. Zinsen sollten verwendet 
werden: a) 60 Thlr. zur Unterstützung solcher Familien, bei denen 
bejahrte Eltern oder andere Verwandte wohnen, welche sich ihren Unter 
halt nicht selbst mehr erwerben können, b) 60 Thlr. zur Unterstützung 
anderer hülfsbedürftiger arbeitsunfähiger Personen und Familien, oder 
solcher, welche durch Krankheit oder Unglücksfälle in Noth gerathen, 
sowie zur Bestreitung der etwa nöthigen Kurkostcn für dergleichen Per 
sonen; c) 20 Thlr. zur Berichtigung des Schulgeldes für arme Kinder 
und d) 20 Thlr. zur Bestreitung der Ausgaben, welche durch Aufnahme 
anfgefundener Verunglückter und Hülfloser erwachsen möchten, und zu 
deren Unterbringung ein von der Stisterin ans bcm Kirchhofe erbautes 
Haus benutzt werden soll. Die Verwaltung der Stiftung ist einem 
Kuratorium anvertraut, welches aus dem Superintendenten und ersten 
Prediger zu Baruth, dem Verwalter der Polizei-Geschäfte in der Herr 
schaft und dem herrschaftlichen Kassenbeamten zusammengesetzt sein und 
unter Oberaufsicht des jedesmaligen Besitzers der Herrschaft Baruth 
stehen soll. 
Sommerfeldsche Vermächtnisse, 
von der verw. Justiz-Kommissarius Sommerfeld, geb. Din ni es 
zu Danzig (t 1841) herrührend. Sie vermachte den nachbenannten, 
unter Verwaltung und Aufsicht des Magistrats stehenden Armen-An- 
stalten: dem Armen-Hause in Pelonken, dem Spend- und Waisenhause, 
dem Kinder- und Waisenhause und bem städtischen Lazareth zu Danna 
je 2200 Thlr. 
Sonnecksche Stiftung für Dienstboten. 
Robert Sonn eck, Erbscholtiseibesitzer zu Landau im Kreise Neumarkt
	        
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