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SteinerscheS Legat.
Der zu Bern am 1. April 1863 + Mathematiker Ņ"fĢr vr
Steiner vermachte der Akademie der Wissenschaften zu Berlin 8t
Thlr., um diese Summe auf Pupillarische Sicherheit zinsbar anzulegen
und den Reinertrag alle zwei Jahre zu Preisen zu verwenden fur von
ihr aufgestellte Aufgaben in dem Bereiche der synthetischen Geometrie
hauptsächlich mit Berücksichtigung der von ihm (Steiner) aufgestell en
Methode und Prinzipien. Ueber diese Prämiirung entscheidet endgültig
die physikalisch-mathematische Klasse, welcher freigestellt ist, e,ne Hauptprämie
allein, oder eine Haupt- und eine Accessit-Praime zu bestimmen.
Die Akademie hat die landesherrliche Bestätigung des Legats und die
Ermächtigung erhalten, Summen, welche in #oigc nicht beunnter r osung
der'den Stiftungs-Bestimmungen gemäß gestellten Aufgaben zurückfallen,
zu Preisen für verwandte Arbeiten in der Geometrie überhaupt
zu verwenden.
Frau Steiner,
Wittwe des Kaufmann Steiner zu Reichcnbach in Schlesien geb.
Rclhtcr légiste (1858) 1500 3#. &itr WeUiuig
Schülschwcstcrn als Lehrerinnen an der Elementar-Schulklassc Mädchen
bei der katholischen Stadt-Pfarrkirche zu St. Georg in Rcichcnbach
und zur Beaufsichtigung der dortigen katholischen Kleinkinder e ahi
Anstalt.
Fran v. Steinwehr,
verw. General-Lieutenant, Henriette geb. Günther (s^ 1857 in Breslau)
vermachte der Stadt Berlin zum Andenken an ihren Ehegatten
50,000 Thlr. und cs ist zur Annahme dieser letztwilltgcn Zuwendungen
resp. zur Verwaltung der hicruach unter dem Namen „General-Nente
nant Wilhelm von Stcinwehrsche Stiftung" zu begründenden, m.t den.
Friedrich-Wilhelms-Hospital (s. d. A.) zu verbindenden und 1858 ms
l'ebe» gehelette» eiiflmtg bem^(agi^^rat ;tt^etl,tl tmler bem m -
bruar 1858 die landesherrliche Genehmigung ertheilt. Von den Revenüen
der Stiftung soll 24-30 dienstunfähigen, zur hiesigen Stadtgemeinde
gehörigen Personen des dienenden -L laudes, itti weiteren
Sinne des' Worts, welche eine tadellose Aufführung nachweisen können,
freie Wohnung, Heizung Beleuchtung und Verpflegung im bezeichneten
Hol'vital zu Theil werden. Die eine Hälfte der Stellen ist mit männlichen
die andere mit weiblichen Bcueficiateu besetzt; jeder Aufgenommene
erhält monatlich noch eine Rekreation von 15 Sgr. Frau von
Steinwehr legirte auch der Diakonisicn-Austalt in Breslau em
Kapital von 1500 Thlr.
Wolf Balthasar Adolf v. Stcinwehr,