Full text : Preußisches Landbuch

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Wvllmitz  sehe  Stiftungen.
Wilhelmine  Wöllniitz,  (f  1850  in  Frankfurt  a.  O.)  vermachte  zwei
Kapitalien  von  je  2000  Thlr.,  das  eine  zur  Unterstützung  einer  gebildeten ­
  Familie  verschämter  Armen  daselbst,  das  andere  zur  Unterstützung
eines  gebildeten  aber  armen  Mädchens.  Die  Verwaltung  beider  Stiftungen ­
  führt  der  Magistrat;  die  A.rmen-Direktion  bezeichnet  unter  den
verschämten  Armen  jährlich  die  dürftigsten  und  würdigsten  Familien  dem
Magistrat  behufs  der  Auswahl,  und  um  demnächst  die  Zinsen  der  ersteren'Stiftung ­
  aus  l  Jahr,  zahlbar  in  monatlichen  Theilbeträgcn  verabreichen ­
  zn  lassen.  Die  zweite  Stiftung  wird  wie  ein  Stipendium
verwaltet,  indem  die  Zinsen  jährlich  durch  Beschluß  des  Magistrats
der  geeignetsten  von  denjenigen  Bewerberinnen  Theil  werden  sollen,
welche  in  Folge  öffentlichen  Aufrufs  sich  melden.  '
SobitWti.qe  (Meinst  AOnt#,ro.
Um  das  Jahr  1809  innerhalb  der  jüdischen  Gemeinde  begründet,  hat
sie  den  Zweck,  verstorbenen  Glaubensgenossen  ein  anständiges  Leichenbegangniß
  zu  gewähren,  Hülfshedürftige  zu  unterstützen  und  Kinder
armer  Glaubensgenossen  beim  Schulbesuch  und  bei  Erlernung  von  Handwerken ­
  zn  unterstützen.  Sie  erhielt  1848  Korporations-Rechte,  besitzt
ein  Vermögen  von  24,000  Thlr.  (darunter  13,500  Thlr.  Vermächtnisse)
und  hat  300  Mitglieder,  die  jährlich  etwa  1900  Thlr.  aufbringen.  Zu
-den  dem  Verein  gewordenen  Zuwendungen  gehören  die  Vermächtnisie
der  Kaufmann  Borchardtschen  Eheleute  (1854).  mit  7200  Thlr.,
des  Kaufmanns  Unger  (1854)  mit  2000  Thlr.  und  das  von  dem  aufgelösten ­
  Brüder-Vexcin  angesammelte,  der  Gesellschaft  überwiesene  Vermögen ­
  von  1500  Thlr.
;.  j_^  ..  ji  jļ  W»hlthätigkeitS-FondS  zu  Magdeburg,
ein  städtischer  Fonds,  zu  welchem  die  Kämmerei  400  und  das  Hospital
St.  Georgi!  500  Thlr.  zahlt.  Er  ist  bestimmt  zu  außerordentlichen  Unterstützungen, ­
  welch  ei  über  das  gewöhnliche  Maß  der  gesetzlichen  Armenpflege^ ­
  hinausgehen:  also  namentlich/tzur  Bezahlung  von  Miethe,  zur
Unterstützung  in  Krankheitsfällen  rc.
WohlthLÄgkeitS-Berein  zu  Glogau.
Er  ist  um  das  Jahr  1832  begründet,  stiftete  1837  eine  Kleinkinder-Bewahranstalt,
  die  etwa  110  Kinder  aufnimmt  und  unterstützt  verschämte ­
  Arme.  '  ''
Wohlthätigkeits-Verein  zu  ñraudenz,
um  das  Jahr  1842  begründet.  Er  bezweckt,  arme  Kinder  jeder
Konfession  der  Stadt  und  Umgegend  während  des  ganzen  Jahres  unter
Aussicht  zweier  achtbarer  Frauen  der  Stadt  von  Jnngfraneic  in,  Stricken,
Zeichnen  und  Nähen  unterrichten  zu  lassen,  und  zu  Weihnachten  mit
Kleidungsstücken  und  Lebensmitteln  zu  beschenken.  Die  Kosten,  etwa
120  Thlr.,  werden  durch  freiwillige  Beitrage  und  durch  das  Schulgeld
von  monatlich  1  Sgr.  pro  Kind  aufgebracht.  Vorsitzender  des  Vereins
Bürgermeister  Haafe.  xndwml  md  ,6(18f  .%d)%  äl  mlk
            
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