gleiche Summe dem Bürger-Hospital zum h. Johannes dem Täufer
daselbst.
Tobias Büffel,
Stadtverordneter und Hospital-Vorsteher, begründete in der ersten Hälfte
des vorigen Jahrhunderts ein Stipendium für Studirende ans seiner
Familie, demnächst für solche aus Acken an der Elbe, und wenn auch
solche nicht vorbanden sind, für arme Studirende aus Berlin. Die
Stipendiaten sollen in Halle studiren und das Stipendium ein Jahr
genießen. Es wird vom Magistrat zu Berlin verliehen und beträgt
100 Thlr.
B b tt gersche Stiftung zu Hcttstedt.
Bon dem Stadtgerichts-Sekretär Johann Friedrich Bvttgcr (+ 23.
Januar 1860) begründet. Er legirte der Stadt 1500 Thlr. mit der
Bestimmung, daß die Zinsen davon zur Unterstützung von sechs armen
Handwerkern, welche in gutem Rufe stehen, thätig sind und als Fa
milienväter ihre Pflichten treulich erfüllen, durch unverschuldete Unglücks
fälle aber in Noth gerathen sind, alljährlich an seinem Sterbetage ver
theilt werden sollen.
B oh lius,
Ilr. nied. und Professor zu Königsberg bestimmte (1782) ein Kapital
Don 6(>6f Thlr., dessen Zinsen so lange gesammelt werden sollten, bis
davon eine Stelle im Hab erbe rg scheu Stifte füe Wittwen aus der
Familie des Stifters und anderer Königsberger Professoren angekauft
werden könne. Durch Kabinets-Ordre vom 30. Januar 1828 ist an
geordnet, daß bis zur Anschaffung einer Stiftsstelle sich Gelegenheit
finde, 60 Thlr. jährlich einer stiftungsmäßig berechtigten Wittwe oder
Waise gezahlt werden sollen. Das Vermögen betrug damals (Koch II.
546.) 2500 Thlr.
Boleniuösche Vermächtnisse,
von dem zu Barmen verstorbenen Rentner Joh. Fricdr. Christ. Bo
ten ins (1860) herrührend. Es erhielten von ihm das städtische Kran
kenhaus zu Barmen 500 Thlr.; die Rheinische Missions-Gesellschaft
200 Thlr.; die Lehrer-Wittwen-Kasie zu Barmen 200 Thlr.; die ev.
luth. Gemeinde zu Wupprrfeld 1) zur Vertheilung der Zinsen an
Gemeinde-Arme IMO Thlr.; 2) die Kirchenkasse 1500 und 500 Thlr.;
4 die Prediger Wittwenkasse 300 Thlr.
Bollen sche Stiftung zn Neuendorf.
Die im Jahre 1850 zu Barlowin im Kreise Neustadt, Reg.-Bezirk
Danzig ş Amtsräthin Bollen, Johanne Ernestine geb. Hackebcck
begründete dieselbe mittelst Stiftungs-Urkunde vom 24. September 1837
und Testaments vom 5. Juni 1841, indem sie dazu ein Kapital von
1000 Thlr. und ein in Neuendorf gelegenes Wohnhaus mit estallge-
bäude überwies. Die Stiftung bezweckt die Aufnahme von fünf un-
verheiratheten, über 50 Jahr alten kinderlosen Frauenzimmern cv. Konfes
sion, die 10 Jahre ununterbrochen bei einer Herrschaft gedient haben,