Full text : Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

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realen  Ideen  und  manche  Beiträge  zur  Kritik  der  Zustände
vorfinden.  Wäre  es  nicht  unser  ganz  bestimmter  Begriff  vom
Socialismus,  was  die  ältern  Erscheinungen  ahzuweisen  nöthigtc,
so  würde  jedenfalls  der  Hinblick  auf  den  Mangel  an  realem
Ernst  genügend  sein,  um  die  blossen  Imaginationsspielo  als  unzurechnungsfähig ­
  erkennen  zu  lassen.  Der  Socialismus  unserer
Epoche  ist  eine  viel  zu  ernste  Angelegenheit,  als  dass  man  ihn
mit  blossen  Befriedigungen  der  Einbildungskraft  auf  eine  Linie
stellen  dürfte.  W^as  ihm  selbst  an  solchen  Decorationon  zur
Seite  gegangen  ist,  darf  keinen  Grund  abgeben,  zu  den  Caricaturen, ­
  die  sich  ihm  zugesellten  und  sein  erstes  Auftreten  verunstalteten, ­
  auch  noch  diejenigen  Fictionen  hinzuzufügen,  welche
der  aufgeregte  Vorstellungstrieb  der  frühem  Jahrhunderte  der
neuern  Zeit  zu  Tage  gefördert  hat.  Am  wenigsten  können
aber  die  Gährungsphänomeno  des  kirchlichen  Reformationszcitalters
  mit  ihren  unmittelbaren  Voraussetzungen  und  Folgen
darauf  Anspruch  machen,  in  der  hier  fraglichen  Beziehung  berücksichtigt ­
  zu  werden.  Der  ernstere  Socialismus  beginnt  erst
mit  dem  Stadium,  in  welchem  die  socialwirthschaftlichen  Theorien ­
  dem  Bereich  der  religiösen  Ideen  den  Gedanken  einer
selbständigen  Ordnung  entgegenstcllen.  Andernfalls  würden  wir
ja  auch  genöthigt  sein,  auf  das  entstehende  Christenthum  und
dessen  communistische  Grundsätze  und  Verhaltungsarten  zurückzugreifen. ­
  Indessen  wird  es  genügen,  in  dieser  Hinsicht
bei  Gelegenheit  der  Erinnerung  an  die  entsprechenden  Secten
der  Gegenwart  die  erforderliche  kritische  Grenzlinie  zu  ziehen.
Hienach  werden  wir  uns  also  nicht  im  Mindesten  auf  die
Utopia  eines  Thomas  Morus  oder  auf  die  Oceana  eines  Harrington ­
  einlassen.  Schon  ein  blosser  Rückblick  auf  solche
Staatsdichtungon  oder  romanhafte  Decorationen  politischer  Gedankenspiele ­
  würde  zu  unserm  Thema  zu  ungleichartig  ausfallen.
  Wir  werden  im  Gegenthoil  sogar  innerhalb  der  Erscheinungsgruppe, ­
  die  wir  uns  nach  natürlichen  Grundsätzen
und  Gesichtspunkten  für  den  eigentlichen  Socialismus  abgrenzen
mussten,  dahin  streben,  möglichst  bald  den  festen  Boden  der
unentstellten  Wirklichkeit  zu  gewinnen  und  diejenigen  Richtungen ­
  der  Theorien  darzulegen,  in  denen  sich  der  Fortschritt
zu  den  gesunden,  lebensfähigen  und  das  gegenwärtige  Dasein
auch  wirklich  tief  bewegenden  Einsichten  bekundet  hat.
5.  Wer  wie  ich  von  dem  Satze  ausgeht,  dass  die  politi-
            
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