Full text: Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

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als trügerisch erkannte Hegelsche Dialektik verleitet wor 
den sei. So besitzen wir zu dem Anfang gleich das folge 
richtige Ende, und dies ist wichtig, da alle Hauptschriften, bis 
auf die Bücher über die Gerechtigkeit, die Hegelsche Dialektik 
ganz ohne Bedenken zu bethatigen versucht haben. Glück 
licherweise ist dies meist nicht ganz gelungen, und die Unklar 
heit, Widersinnigkeit und Plumpheit, welche dem Muster an 
haftet, nicht bis zum äussersten Maass wiedergegeben worden. 
Vergessen wir jedoch nicht, dass die erste Schrift mit einer 
Anrede an den Gegenstand der Gottes vor Stellung endigte, und 
dass in dieser Beziehung Proudhon sich bei all seiner ver 
meintlichen Philosophie erst später zu einer, wenn auch keines 
wegs genügenden, so doch leidlich kritischen und allenfalls 
für den naturwissenschaftlichen Denker noch erträglichen Vor- 
stellungsart durchgearbeitet hat. Ein grosser Theil seiner 
Schriften enthält eigentlich nichts weiter als philosophirerische 
Reflexe, und wir gehen daher auf dieselben nicht ein. Ueber- 
haupt können wir uns nicht mit der Gruppirung von mehreren 
Dutzend Bänden oder Bändchen befassen, welche man in der 
seit dem Tode des Autors erschienenen Gesammtausgabe re- 
producirt hat. Wir führen daher unmittelbar nach der durch 
die erwähnte Paradoxie mit Unrecht berüchtigt gewordenen 
ersten Schrift gleich das zweibändige social ökonomische Haupt 
werk an, dessen Unschuld schon durch die der rechtgläubigen 
Volkswirthschaftslehro dienstbare und keinem ernstlichen Socia 
lismus zugängliche Verlagsfirma Guillaumin verbürgt ist. Schon 
mit dem Diebstahl, der im Eigenthum stecken sollte, hat es 
nicht viel auf sich gehabt. Die Schaale hatte nach etwas aus 
gesehen, aber der Kern war ein Nichts gewesen, welches sich 
durch ein dialektisches Gaukelspiel zu einem Etwas aufspreizen 
zu können geglaubt hatte. Das Hauptwerk gab sich nun als 
„System der ökonomischen Widersprüche oder Philosophie des 
Elends” (Systeme des contradictions économiques ou philosophie 
do la misère, 184C). Schon der Titel soll die philosophirerische 
Grundanschauung bekunden, derzufolge alles Wirkliche als 
eine existirendo Gruppe von Widersprüchen zu denken sei. 
Das Widersprechende ist nämlich nach der Hegclschen Logik 
oder vielmehr Logoslohre nicht etwa in dem seiner Natur 
nach nicht anders als subject!v und bewusst vorzustellenden 
Denken, sondern in den Dingen und Vorgängen selbst objectiv
	        
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