Full text: Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

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kommt, weil diese Dinge nicht mir unzerstörbar sind, sondern zu 
allen Zeiten und überall als Reichtlium geschützt werden.“ Der 
Zusammenhang, in welchem er zur Kundgebung dieser Idee 
gelangte, ist nicht unerheblich. Er handelte davon, dass manclie 
Steuern den Reichthum vermehrten, anstatt ihn zu vermindern. 
Hiebei hatte er die Classen im Auge, welche das ihnen als 
Steuer abgenommeno Geld doch nur ganz unnütz verwenden 
würden, also die Leute, welche nur ilssen, tränken, spielten und 
tanzten, sowie die Metaphysiker und überhaupt Alle, die nichts 
Reelles hervorbrächten. In einem solchen Gegensatz nimmt 
sich das herein gebrachte Geld gewiss recht mercantilistisch ge 
diegen aus, und wenn man einem Petty auch seine Verurthei- 
lung des blossen Vergnügungsdaseins und einer crgobnissloseii 
Metaphysik als eine gelungene Zusammenstellung anrechnen 
muss, so ist doch das Geld grade in der Auflassung dieser Stelle 
kein besonders erspriesslicher Hintergrund. Man wird unwill 
kürlich denjenigen gewähr, der seine Bestrebungen auf die 
Millionärwürde gerichtet hatte und auch das Geschäft des Landes 
oder, wenn man es schon so nennen will, die Volkswirthschaft 
nach dem Bilde seiner Person aufzufassen suchte. Wirklich 
wagt er auch im Schlusscapitel des V erb um sapienti ein wenig 
Phantasie und Philosophie dieser Art, indem er den Fall vor 
wegnimmt, dass die Nation überhaupt genug, und zwar auch 
an Geld, an sich gebracht habe, um nicht mehr zu wissen, was 
zu thun sei. Alsdann seien die Erregungen des Geistes in 
ihrer ganzen Mannichfaltigkeit zu pflegen und hier das Feld 
der Befriedigung zu suchen. Obwohl nun in der Idee über 
diesen Ausweg ein leidlicher Bestandtheil von halber Wahrheit 
enthalten ist, so ist doch die erötfnete Aussicht selbst wunder 
lich genug. Man wird bei dieser Gelegenheit daran erinnert, 
dass Petty seine Art von Bevölkerungsstatistik mit der Sünd- 
fluth und 8 Personen beginnen, nach 10 Jahren bereits 10, 
nach 20 Jahren 32 vorhanden sein lässt und nach den will 
kürlichsten, wenn auch unregelmässiger werdenden Aufstellun 
gen, endlich auch in die Zukunft mit ganz monströsen An 
schlägen hinausgreift, wie man sich in der Nachbarschaft der 
Tabelle auf S. 21 der Essays überzeugen kann. 
Weit besser als solche Perspectiven sind seine Ideen über 
die Vortheile einer Verdichtung oder Zusammenrückung der 
Bevölkerung. Die Anhäufung in grossen Städten wird von
	        
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