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(1377) 1870 Juli 5
serlichen Befehl, warf dies Urteil allerhöchst um und sandte den
listigen Mann, der so „geschickt sei“, hieß es im Urteil, „daß er
seine Schriften in einer gesetzlich unantastbaren Form halte und
dennoch darin öffentlich Gift ausschenke“ — nach Sibirien. Voilä
la Justice russe.
Flerowski ist in besserer Lage. Er ist nur in administrativer Ver-
bannung in einem kleinen Nest zwischen Moskau und Petersburg!
Du hattest richtig gerochen, daß Flerowski ein Pse udo-
nym ist, Doch sagt Lopatine, daß der Name, obgleich nicht ur-
sprünglich russisch, häufig unter russischen Pfaffen vorkommt 1
(namentlich monks, die ihn für die russische Übersetzung von
Fleury halten und ebenso große Leidenschaft für wohlriechende
Namen haben wie die deutschen Juden). Lopatine ist von Haus
Naturalist. Dies war sein Fachstudium. Er hat aber auch kommer-
zielle Geschäfte getrieben, und es wäre ein Glück, wenn man ihm 15
etwas derart auftreiben könnte. Ich werde darüber mit Borkheim
and Pohl sprechen. Über Paris etc. nächstens.
Dein Mohr.
Apropos! Jennychen will wissen, ob sie Dich nicht als Verfasser
der Note nennen soll? 2
Dann — sie ist sehr eigensinnig — will sie mir nicht ohne Deine
Spezialerlaubnis erlauben, einige Worte im Manuskript zu än-
dern!
My best compliments to Mrs. Lizzy.
ENachschrift von Jenny Marx]
5 July 1870.
Dear Engels,
Thank you very much for your letter and the most interesting
notes. I only hope Mr. Risse would interlard them with the Juden-
kirschen of which he seems to have a plentiful stock on hand. For 30
O’D[onovan] Rossas portrait I have written to Pigott. In case a
good photograph is not to be had, of course, I can as you say, send
Kugelmann the print which appeared in the Irishman.
With many thanks, I remain
Affectionately yours
DU
Jenny.
A 19—306