Full text: Preußisches Landbuch

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Zinsen wird das Lehrgeld von je 15 Thlr. für arme Handwerks-Lehr 
linge und wenn es Waisen sind, ihre Unterhaltung und Kleidung 
während der Lehrzeit bestritten. Auch wird in geeigneten Fällen das 
Schulgeld für den Besuch der Handwerker-Fortbildungsschule gezahlt. 
Stipendien-Fonds in Oels. 
Wnttgesches Stipendium mit 14 Thlr., Kurtzesches mit 4} Thlr. 
Schmidtschesmit 12^ Thlr., W ein h ol dsches mit12*-Thlr. Sie werden 
vom Magistrat an Studirende vergeben. S. Graf K osp o th sche Stiftung. 
Stipendieu-Fonds zu Rügrnwalde. 
Ans älteren Vermächtnissen herstammcnd. Stipendium für studirende 
Stadtkinder von jährlich 75 Thlr. 
Stipendieii-FondS der Stadt Strehlen. 
Er ist für Studirende bestimmt und beträgt 722 Thlr. 
Stipendien-Fonds zu Worbis. 
Das Stipendium für Studirende beträgt jährlich 54 Thlr. und wird 
vom Magistrat verliehen (Hermes II. 362). 
Stipendicn-Kafse zu Pyrit;. 
Sie hat zur Zeit 600 Thlr. Sobald dieses Kapital die Höhe von 
4000 Thlr. erreicht hat, sollen die Zinscll stiftungsmäßig zu Sti 
pendien verwendet werden. 
Stipendien-Stift zu Eiding. 
Ein altes Institut, von der Stadt Elbing ans verschiedenen alten und 
neuen Stipendien und aus einem Zuschuffe des Hospitals St. Spiritus 
gebildet. Es werden daraus, hauptsächlich an geborene Elbingcr, Sti 
pendien zum Besuch von Universitäten, Schullehrer-Scminarirn, des 
Gymnasiums in Elbing rc. verliehen, auch wohl, an ehemalige Stipen 
diaten, zinsfreie Vorschüsse zur weitern Begründung ihres Fortkommens 
bewilligt. 
Stipendien-Stiftung zu Belgard. 
Eine selbstständige Stiftung (bcueßcium St. Gertrudis et novum 
benesicium) für einen armen ortsangehörigeu Studircuden. Der 
jährliche Ertrag besteht in etwa 150 Thlr. 
Stipendien-Stiftung der Stadt Berlin. 
Im Jahre 1825 mit 6000 Thlr. aus Kommunal-Fonds begründet, 
unt den Söhnen ärmerer Einwohner das Studiren zu erleichtern, mit 
der Bestiinmuttg, daß von den Zinsen 6 Stipendien ñ 50 Thlr. ge 
stiftet, und wenn nicht jährlich 300 Thlr. au Zinsen aufkommen sollten, 
das Fehlende aus der Kämmerei zugeschossen werden solle. Die Sti 
pendien werden an fleißige und wohlgesittete Studirende der Universität 
Berlin, deren Eltern arm sind, und hier einen festen Wohnsitz im 
Sinne des Gesetzes begründet haben, verliehen. Die Kollation der 
Stipendien, so wie die Verwaltung des Stipendien-Fonds besorgt ein 
Kuratorium, welches aus dem Ober-Bürgermeister, dem Stadtverord-
	        
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