fullscreen: Der Haushalt des Kaufmannsgehilfen

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Einkommen 
über 4000 *4 
Landort, Land⸗ 
stadt, Kleinstadt 
Mittelstadt Großstadt 
Ausgaben für 
Kartoffeln............ 
Semüse ..... .......... 
Obst ............ — R 
Margarine ...... F 
Brot und Nährmittol 
Pflanzliche Nahrungsmitte l 
zusammen .... 
32. 30 4 
52. 57 æ 
74. 70 α 
os 52 
73 80 
42. 00 A 
67. 28 AM 
67. 59 A 
ↄ2. 94 
295 64 5 
44. 78 
74. 50 α 
76. 49 4 
23 
. 7 AM 
458. 88 AM — 528. 36 558. 0o7 AM 
Wenn die Verschiebungen im einzelnen auch nur gering sein können, geht 
doch die angedeutete Tendenz, besonders aus der zweiten Tabelle gut hervor. 
Abgesehen von der Margarine, deren Mehrverbrauch auf eine gedrückte 
Lebenshaltung schließen läßt, dürften die gesteigerten Ausgaben für die 
pflanzlichen Nahrungsmittel im wesentlichen durch die Preisverhältnisse 
(vielleicht auch durch Qualitätsunterschiede) bedingt sein. 
Für die kleinen Orte ist die Zunahmedes Verbrauchs 
an Genußmitteln und des Verzehrs in Gasthäusern 
charakteristisch: 
—442— 
Einkommen 
Landort, Land⸗ 
stadt. Kleinstadt 
Mittelstadt — Großstadt 
168. 33 4 142. 08 4 104. 55 4 
211. 903 M —171.77 A4 164. 00 AA 
273. 54 A24. 831 Mα 288. 54 AM 
Lediglich die höchste Einkommensstufe macht eine Ausnahme, die darauf 
zurückzuführen ist, daß der Verbrauch der Genußmittel hier an sich schon ge⸗ 
steigert ist, also ein Mehrverbrauch weniger in Frage kommt. 
Es soll davon abgesehen werden, an dieser Stelle auf weitere Einzel⸗ 
heiten der Konsumunterschiede in Klein- und Großstädten einzugehen. Wer sich 
noch über weitere Einzelheiten unterrichten will, möge die Tabellen IIIa -c 
des Anhanges einer näheren Durchsicht unterziehen. Hier sollten nur die 
hauptsächlichsten Unterschiede des Verbrauchs in der Groß- und Kleinstadt 
dargelegt werden. Als solche fassen wir zusammen: Die Lebenshal⸗— 
tung der Kaufmannsgehilfen, und wahrscheinlich der 
Mehrzahl der deutschen Arbeitnehmer überhaupt, 
ist in der Großstadt in erster Linie durch die hohen 
Mietpreisebeengtundbeeinträchtigt. Die Haushaltungs—⸗ 
statistik bestätigt zum ersten Male durch einwandfreies Material, was theore⸗ 
tisch längst erkannt und beschrieben war'), daß nämlich die Mieten der Groß— 
1) Auf diese Tatsache ist vom D. H. V. schon oft hingewiesen worden. So schrieb im 
— in Wirtschaft und Recht“ (Juli 1924, Heft 7, Seite 297 u. 298) Oskar 
ohme: 
„Es ist wichtig, die Ursachen der hohen Mieten zu untersuchen ... Eine Hauptursache 
bildete der Wucher mit dem Bauland, also Wucher mit dem Boden. Von 
solchem Wucher wurden wachsende Groß⸗ und Industriestädte in gröäßerem Ausmaße als das 
flache Land betroffen. Deshalb war in der Vorkriegszeit in den kleinen Städten und auf
	        
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