Full text: Nationale Bodenreform

und hat von holdem Wahnsinn (S. 53), volteschlagen mit 
Begriffen (S. 54), sozialen Quacksalbereien (S. 87) und 
Flunkereien gesprochen (S. 89). Den Reichstagabgeord- 
neten Dr. Harmening hat er eine welthistorische Persön- 
lichkeit genannt (S. 56). Er hat Flürscheim und ihn mit 
Don Quixote und Sancho Panssa verglichen (S. 56) und 
hat bedauert, daß man sich mit solchen „Denkern“ wie 
Flürscheim herumschlagen müsse (S. 42). Nach seinen 
eigenen Leistungen hätte unserem Flürscheim diese Auße- 
rung eher als ihm zugestanden. 
Auf der letzten Seite schrieb er, daß etliche Bodenre- 
former den Weg zu den Antisemiten angetreten hätten. 
Diese Ausschließung aus dem Kreise anständiger Männer 
sei Selbstkritik: Gleich und gleich gesellt sich gern (S. 93). 
Ob sich das auch auf Flürscheim beziehen sollte, der sein 
Glaubensgenossse war, hat er uns nicht verraten. 
Als abschreckendes Beispiel für die Verhältnisse, mit 
denen die Bodenreformer Deutschland beglücken möchten, 
hat Dr. Preuß die preußischen Staatsbahnen angeführt. 
Er hat gemeint: 
„Wer lernen wollte, konnte in dieser Hinsicht nütliche Leh- 
ren aus der Beeinflussung des p r e u ß i schen Et a t s durch 
das verstaatlichte Eis enba hn we s en schöpfen. 
Hier sind die Verhältnisse groß genug, um auch dem Schwach- 
sinnigsten in die Augen zu fallen; und doch verschwindend 
klein gegenüber dem, womit uns die Bodenreform beglücken 
möchte.“ (S. 85.) 
Ich vermute, daß die Erfahrungen, die wir mit un- 
seren Staatsbahnen gemacht haben, ihn eines besseren 
belehrt haben werden. Er wird es später wahrscheinlich 
nicht mehr als einen Nachteil angesehen haben, daß unsere 
Eisenbahnen zur rechten Zeit in den Besitz des preußischen 
Staats gebracht und nicht dem Großkapital und der Bür- 
senspekulation überlassen worden sind. 
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