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erfüllt hätte, dass neue grosse Kohlenlager in nächster Nähe der Donau würden erschlossen
werden. Das Kohlenbecken von Oravitza, das allerdings reiche Schätze vorzüglichster Kohle in
sich barg, war zu entlegen, um den gesammtcn Kohlenbedarf für die Schifte der Donau-Dampf-
schiffahrts-Gesellschaft decken zu können. Ueberdies fehlte es in dem ziemlich unwirthbaren
und wenig bevölkerten Lande an Transportmitteln und Zugkraft. Es blieb nur die Hoffnung, durch
Anlegung einer Kohlenhahn von Seite der Staatsverwaltung diesem Hebelstaude für eine ent
ferntere Zukunft zu steuern.
Zur Ausführung aller dieser Massnahmen waren beträchtliche Geldmittel erforderlich,
und musste deshalb abermals zur Vermehrung des Aulageeapitals geschritten werden, um
so mehr, als die jüngste Actienemission im Betrage von 2,000.000 fl., trotz ihrer raschen
Durchführung, nicht ausreichte, um die Kosten der uothwendig gewordenen Vermehrung der
Betriebsmittel zur Gänze zu decken, und überdies der Bau einer weiteren Anzahl von
Fracht- und Kohlenschiffen nebst einem Baggers chiffe in Aussicht stand.
Indem die Generalversammlung vom 31. März 1847, diesen Erwägungen Rechnung
tragend, die Administration im Vereine mit dem Ausschüsse zur Aufnahme eines Anlehens im
Betrage von 2,000.000 fl. ermächtigte, schuf sie neue Garantien der Sicherheit und fortschrei
tenden Prosperität. Und in der That tritt dieser Fortschritt deutlich hervor, wenn man den Schiffs
stand der Gesellschaft und die Betriebsresultate von 1845 und 1847 mit einander vergleicht.
Bei dem Beginne der Schiffahrtsperiode von 1846 standen der Gesellschaftsverwaltung
27 Dampfboote in der Gesammtkraft von 2512 Pferden mit 36 Schleppschiffen zu Gebote ;
Ende 1847 belief sich die Zahl der dienstfähigen Dampfschiffe auf 41 mit 4252 Pferdekräften,
und waren alle Vorbereitungen getroffen, um dieselbe im Laufe der Schiffahrtsperiode 1848 auf
50 Dampfer mit 5467 Pferdekräften zu erhöhen. Die Zahl der Schleppe war 1847 auf 111
gestiegen, und sollten 1848 weitere 32 Waarenboote dem Betriebe übergeben werden. Alle
diese Schiffe waren mit äusserst geringen Ausnahmen auf der Schiffswerfte in Altofen gebaut
und aus Eisen construirt, nachdem die beiden letzten hölzernen Schiffskörper der Dampf
boote »Neptun« und »Erds« durch neue eiserne ersetzt, die hölzernen Waarenboote aus dem
Dienste gezogen waren.
Die Schiffs-Dampfmaschinen standen noch alle in Thätigkeit, während die Kessel der
Mehrzahl erneuert und bei dieser Gelegenheit durch Tubularkessel ersetzt worden waren.
Diese ansehnliche Flotte gestattete der Gesellschaftsverwaltimg, alle Strecken der
Schiffahrtslinie auf dem Hauptstrome wie auf dessen Nebenflüssen entsprechend zu besetzen,
das Princip der Trennung der Personen- und Waarenbefördernng kräftiger durchzuführen und
in dem einem wie in dem andern Verkehre allen billigen Anforderungen möglichst zu genügen,
ja ihr Augenmerk sogar auf den wichtigen Getreideverkehr und die Erleichterung der Appro-
visionirung der Residenz zu richten.
Die Gesammtwirkung dieser Massnahmen äussert sich in den Betriebsergebnissen der
Jahre 1846 und 1847. Im Jahre 1846 wurden 421.340 Personen und 1,564.029 Centner
Waaren befördert. Das ergibt gegen 1845 eine Vermehrung im Personen verkehre um 64.484
Personen, im Waaren verkehre um 377.426 Centner.
Die Roheinnahme betrug 2,590.905 11. gegen 2,070.979 fl. im Jahre 1845, das
Schiffserträgniss 1,422.319 fl. gegen 1,186.078 fl. im Jahre 1845, der Reinertrag 348,489 11.,
und konnte eine Dividende von 5% oder 25 fl. per Actie vertheilt werden.
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