fullscreen: Das Hotel- und Gastgewerbe

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DAS HOTEL- UND GASTGEWERBE 
Hotels haben ihren eigenen Advertising Manager, und diese 
wiederum haben sich innerhalb ihrer großen Fachvereinigung 
zu einer besonderen Hotel- und Restaurantabteilung zusammen- 
gefunden. Also ein Zeichen, daß es dort eine größere Anzahl 
von diesen Hotel-Advertising-Managers geben muß. Tatsächlich 
merkt man es einem bestimmten Teil des englischen Reklame- 
materials an, daß sachkundige, vielseitig erfahrene Leute bei 
seiner Entstehung beteiligt gewesen sein müssen. 
Auf dem Kontinent dagegen? Wenn der Besitzer oder Direktor 
sich nicht selbst, neben seinen vielen anderen wichtigen Auf- 
gaben, mit der Propaganda herumquält und abärgert, so 
überläßt man es einem Hotelbureauangestellten, der dafür ‚oft, 
sehr oft sogar, genau so viel oder so wenig Vorschulung und 
Sachkenntnis mitbringt, wie beispielsweise ich zum Posaune 
blasen oder zum Trommeln. Mit einem Male sollen diese Leute 
nun die Werbeposaune blasen und die Reklametrommel rühren 
können. Merkwürdigerweise, es ist eine sonderbare Erscheinung, 
auf die ich hierdurch mit kräftigem Nachdruck hinweise, tut 
man in den Reihen des gehobenen Hotelpersonals nichts, um 
diese Lücke in der Ausbildung auszufüllen. Absichtlich habe 
ich in der Einleitung von den Plänen der Leitung eines führen- 
den Hotels erzählt. Es bestätigt das, was ich über die bedauer- 
liche Indolenz der in Betracht kommenden Hotelangestellten 
zu schreiben gezwungen bin und zeigt den Ausblick in die 
Zukunft. 
Diesem wenig erfreulichen, aber im Interesse der direkt 
Beteiligten leider sehr notwendigen Hinweis will ich sofort einen 
erfreulicheren folgen lassen. Die Leitung der Höheren Hotel- 
fachschule in Heidelberg, im Frühjahr 1925 auf Anregung des 
Reichsverbandes der Deutschen Hotels, Restaurants und ver- 
wandter Betriebe ins Leben gerufen, um dem jungen Nachwuchs 
jene vielseitigen Kenntnisse zu vermitteln, die heute schon und 
in Zukunft noch viel mehr, von den Leitern großer Hotelbetriebe 
verlangt werden, wendet auch der Propaganda, also den viel- 
gestaltigen Formen der Reklame, rege Aufmerksamkeit zu. Sie 
bildet einen naturgemäß kleinen Teil des umfangreichen Lehr- 
planes, aber die ihr trotzdem beigemessene Wichtigkeit ist 
daraus zu erkennen, daß ich im Dezember 1926 eingeladen 
wurde, vor den Hörern der Heidelberger Bildungsstätte einen 
zweistündigen Vortrag über Reklame zu halten. Das erwähne 
ich nur, um die Hotelangestellten aus ihrer Gleichgültigkeit und
	        
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