I
Y. Theil. Statistik der Sterblichkeitsverhältnisse.
59
Tabelle i. v
Wirkliche Sterblichkeit nach Gotha und rechnungsmäßige nach der Bankliste.
Alters
klasse
15—20
21—25
26—30
Si-35
36—40
41—45
46—5°
Si-55
56—60
61—65
66—70
71—75
76—80
81—85
86—90
Es standen
Lebende unter
Risico
913,5
8 034,5
42 791
101 837,5
146 428
163 387,5
155 607
136276
107 926
75 624
46 479
23 694,5
9330
2 666
423
Summe 1021417,5
Es starben
3
50
262
689
i 226
1 649
2 109
2 536
2 988
3 064
2 900
2 178
i 229
516
125
4-
Sterblich
keits-
Procentsatz
0,33
0,62
0,61
0,68
0,84
1.01
1,36
1,86
2,77
4,05
6,24
9,19
I3.17
I9.35
29,55
21 524
Es war nach
der Bankliste zu
erwarten, dass
sterben würden
Personen
5,27
58,60
380.86
X 057,75
1 729,58
2 075.34
2 481,41
2833,50
2 888,35
2 617,93
2 215.86
I 816,69
I 325,70
662,59
196,56
22 345,95
Tabelle 2.
Sterblichkeit nach Gotha und anderen Listen.
Alters
klasse
15—20
21—25
26—30
31—35
36—40
41—45
46—50
Si-55
56—60
61—65
66—70
71—75
76—80
81—85
86—90
91—95
if
3 H = 33
18.7
23.8
28,5
33,:
384
43.0
48.0
52.9
57.9
62.8
67.8
72,7
77,«
82,4
87,2
91.9
Sterblichkeits - Procentsätze
B
0,33
0,62
0,61
0,68
0,84
1,01
1,36
1,86
2,77
4,05
6,24
9,19
1 3,17
19,35
29,55
35,«o
0,72
0,77
0,82
0,90
0,99
1,13
1,43
1,91
2,63
3,76
5,49
8,04
I 1,72
l6,92
24,87
40,77
20 engl. Ge
sellschaften
I
0,58
0,70
0,77
0,86
1,00
1,14
1,44
1,84
2,49
3,61
5,17
7,96
23,43
3 X,33
!1J
0,56
0,67
0,78
0,85
1,00
1,13
1,45
X ,83
2,48
3,62
5,17
7,99
I 1,80
16.90
23,19
32.91
X 5
1,20
1,12
1,26
1,41
1 ,47
1,93
2,84
3'87
5.14
7.14
X 2,45
29,85
0,75
0,86
X ,00¡
1,11
1,32
1,63
2
3>iijl
4,7s 1 ;
7,2»':
I 1,23
31,10 j
45.3.
Anzahl der
Sterhefällo, auf
Grund deren die
Sterblichkeits-
Procentsätze
berechnet sind
für
Gotha
3
50
262
689
i 226
1 649
2 109
2 536
2 988
3 064
2 900
2 178
i 229
5x6
125
14
Sämratliche\ .
Alter f
21 538 23 830
6.
Dererwartungs-
mäsigo Sterb-
1 ichkeitsprocentsatz
betrug also (% der
Zahlen in 5 von den
Zahlen in 2)
Die wirkliche Anzahl
der Sterbeiälle betrug also
mehr j weniger
als die erwartungsmäsige
!
0,58
0,73
0,89
1,04
1,18
1,27
1,59
2,08
2,68
3,46
4,77
7,«7
14,21
24,85
46,47
für die
20 engl.
Gesell
schaften
8l
334
930
1 506
2 058
2 261
2 516
2 586
2635
2 646
2 321
X 938
I 227
581
171
39
Vergleicht man die für Gotha angegebenen Procentsätze
mit den entsprechenden Procentsätzen der anderen Erfahrungen,
so ergiebt sich zunächst das bemerkenswerthe Resultat, dass
die Gothaer Zahlen bis zum 50. Lebensjahre durchweg die
günstigsten, von da ab aber theils ungünstiger, theils günstiger
sind, als diejenigen der anderen Listen. Gegenüber der Heym’-
schen Tafel für Sachsen ist die Sterblichkeit der Gothaer Bank
durchgängig niedriger. Diese Thatsache kann nicht überraschen,
da die allgemeine Bevölkerung durchschnittlich in ungünstigeren
99,65
446,07
684,11
36X.31
2,27
8,50
I l8,89
368,75
503.58
426,34
372,41
297,50
96,70
146,09
71,56
I 591,14
2 413,09
Im Ganzen
weniger:
821,9
Der wirkliche Sterblich
keitsprocentsatz betrug also
mehr j weniger
als der erwartungsmäsige
0,25
0,11
0.28
0,36
0,34
0,26
0,23
0,22
1,04
5,50
l6,92
öconomischen Verhältnissen leben wird, als die Klassen, aus
welchen die Versicherten hervorzugeben pflegen. Sie muss
aber insofern befriedigen, als die Heym’sche Tafel im All
gemeinen eine geringere Sterblichkeit aufweist, als die meisten
anderen deutschen Populationstafeln. Das Verhältniss der
Gothaer Erfahrungen zu den Erfahrungen der siebzehn oder
denen der zwanzig englischen Gesellschaften, welche unter sich
mit Rücksicht darauf, dass sie theilweise verschiedenen An
stalten und verschiedenen Zeiten angehören, sehr gut harmoniren,
ist ein durchaus eigenthümliches ; in den zwanziger und dreis-
siger, ja selbst noch in den vierziger Jahren zeigen die Gothaer
Zahlen sich auffallend günstiger als die englischen; bei 51 bis
55 findet eine annähernde Gleichheit statt, während für die
Altersstufen über 56 die Zahlen abermals divergiren, aber
diesmal zu Gunsten der englischen Beobachtungen. Ein ähn
liches Bild ergiebt sich bei der Vergleichung der Gothaer
Sterblichkeit mit derjenigen der Bankliste (Tabelle 1), nur mit
dem Unterschiede, dass mit den höchsten Altersklassen eine
abermalige Kreuzung der beiden Curven zu Gunsten Gotha’s
eintritt, was offenbar von den Correctionen herrührt, denen
die ursprünglich englischen Zahlen (Erfahrungen der Equitable
nach Babbage) bei der Herstellung der Liste unterworfen
wurden. *) Es würde jedenfalls unrichtig sein, wollte man
diese Sterblichkeitsdifferenzen auf verschiedenartige Principien
oder eine verschiedene Handhabung der ärztlichen Auswahl
der Lebenden, oder auf sonstige in der Art der Acquisition
der Versicherten liegende Ursachen suchen, da aus solchen
Ursachen sich zwar ein dauernd günstiges Verhältniss für das
eine oder das andere Beobachtungsgebiet, nicht aber ein mit
dem Alter wechselndes, ein theilweise günstiges und ein theil
weise ungünstiges erklären liesse. Ebenso ist die Annahme
ausgeschlossen, dass man es auf der einen oder der anderen
Seite mit rein zufälligen Störungen zu thun habe, da bei den
Gothaer Beobachtungen sowohl als bei den englischen die
*) Vergl. »Geschichte der Lehensversicherungshank f. D.«, Weimar
1877. S. 86 ff. und 237.
8*