Kollektaneen
3. Außer der Sache muß auch der Fundort mit der
ganzen Genauigkeit und Bestimmtheit angegeben werden,
die für ein wissenschaftliches Zitat erfordert wird.
Bei der ausführlichen Behandlung der Zitate werden
diese Forderungen genauer zu erörtern sein. Im allge-
meinen ist es ratsam, stets Namen und Vornamen des
Autors, den unveränderten Haupttitel des Werkes, Ort und
Jahr des Erscheinens und die genaue Seitenangabe mit der
Anfangs- und Schlußseite zu notieren. Sind aus dem
gleichen Werke eine größere Zahl von Aufzeichnungen zu
machen, so empfiehlt es sich, wenigstens einmal den vollen
Titel der Schrift und nach Umständen die Abkürzung oder
das Sigel für dieselbe anzugeben. Bei den einzelnen Auf-
zeichnungen kann man dann durch abgekürztes Zitieren
oder Anwendung des Sigels Zeit ersparen.
Die Behandlung der Zeitschriften und Sammelwerke
und andere Einzelheiten kommen später zur Sprache.
4. Bei jenen Aufzeichnungen, die sich auf Erfahrungen
aus dem Leben oder Ergebnisse des eigenen Nachdenkens
beziehen, tritt an die Stelle des Fundortes die Angabe
von Zeit und Ort für jede Beobachtung. Wie weit die
gleichen genaueren Bestimmungen von Zeit und Ort auch
bei anderen Notizen von Nutzen sein können, wird jeder
nach den Umständen und nach seinem besonderen Zweck
sowie nach seiner Erfahrung zu bemessen haben.
5. Bei Zeitungsausschnitten, Sonderabdrücken und ähn-
lichen Teilen eines größeren Ganzen versiume man nie-
mals, den vollen Titel des Blattes oder der Zeitschrift oder
des ganzen Werkes nebst Datum und Nummer oder Band
und Jahrgang sowie die Seitenzahlen genau anzugeben.
Ohne diese Bestimmungen verlieren solche Materialien gänz-
lich oder doch zum großen Teile ihren Wert und ihre
Brauchbarkeit für die wissenschaftliche Benutzung.
Es ist ein sehr bedauerlicher Übelstand, daß selbst hochangesehene
Zeitschriften ihren Sonderabdrücken diese Angaben nicht oder nur sehr
unvollständig beifügen. Man sollte doch meinen, daß die Rücksicht auf
die Forderungen der wissenschaftlichen Form und auf die Ersparnis
168