Object : Die Volkswirthschaftslehre

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Buch  1.  Kap.  1.  Grundbegriffe.

Der  Mensch  kann  nicht  eigentlich  neue  Stoffe  schaffen,  sondern
nur  neue  Güter  dadurch  hervorbringen,  daß  er  z.  B.  die  Natur
mit  Hilfe  gegebener  Stvffmeugcn  zur  Erzeugung  benutzbarer
Stoffe  hinleitet,  die  vecupirteu  oder  producirte»  Stoffe  durch
Zurichtung,  Umbildung  k.  zur  Bedürfnißbefriedigung  tauglicher
bereits  vorhandene  Güter  zugänglicher  „lacht,  oder  selbst  neue
Befriediguugsmittel  auffindet.

Letztere,  deren  Ergebniß  dus  Product  (Erzeugnis;)  ist
biyWt  bcu  ÄKiM  mntW,  '
"cher  Bedürfnisse,  und  tvird  deshalb  nothwendig,  weil
ohnedem,  bei  ausschließlich  occupatorischer  Naturbenutzung,
manche  Bedürfnisse  gar  nicht  inib  andere  wenigstens  nicht
htnlänglich  zu  befriedigeir  wären.

lediglich  etiva  in  der  Weise  wilder  Thiere  lebende  Menschen
konnten  die  Gesammtheit  ihrer  Bedürfnisse  vermittelst  bloßer
Occupation  vollständig  befriedigen.  Um  sich  dabei  jedoch  irgend
welcher  Vorrichtungen,  z.  B.  zum  Einsangen  oder  Erlegen  von
Äschen  ober  Wlld.  bedienen  zu  können,  ist  nebenher  schon  die
Production  von  Netzen,  Schlingen,  Waffen  re.  unentbehrlich.

Diese  und  jene  läßt  sich  aber  nur  betvirken  durch  menschliche ­
  Arbeit,  d.  h.  mit  Mühe  verbundene  und  zum  Zweck
der^  Bedürfnißbefriedigung  anfsichgenommene  persönliche
Anstrengung,  vermittelst  Hilfe  der  äußeren  Natur  unter
Benutzung  von  Kapital,  lvelches  in  bereits  erzielten  und
^vleder  zur  Güterbeschaffung  benutzten  Producá  besteht.
Natllr,  Arbeit^ind  Kapital  sind  also  die  drei  Pro->
  duct  io  ns  mit  tel,  deren  Zusammenwirken  in  der  Regel
behllss  der  Beschaffung  von  Gütern  und  insbesondere  bei
jeder  Production  erforderlich  ist.

linter  diesen  Product!onsmitteln,  ivelche  auch  als  Prvduetioi,<'-elemeiite,
  Productionsfactoren,  Productivkräfte  (hervorbringende
Kräfte),  oder  als  Güterquellen  bezeichnet  werden,  ivirkt  die  Arbeit
leitend,  Natur  lind  Kapital  dagegen  dienend  bei  der  Güterbeschafsung
  mit.  Keines  derselben  kann  allein  hierzu  verhelfen.
Abgesehen  davon,  daß  Arbeit  sich  nur  unter  Beistand  der  äußeren
tllatur,  in  welcher  die  Menschen  leben,  leisten  läßt,  setzt  jede,  nicht
            
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