Die Bedeutung des Tausches im Ñrbeits- u. Wertbildungsprozeß
Auch die Marxistische Akkumulationstheorie ist schon
so gründlich durch die Tatsachen widerlegt worden,
daß sie auf Wissenschaftlichkeit keinen Anspruch mehr
erheben kann.
Karl Marx behauptet: „Die kapitalistische Akku
mulation produziert... und zwar im Verhältnis zu ihrer
Energie und ihrem Umfange beständig eine relative,
d. h. für die mittleren Verwertungsbedürfnisse des
Kapitals überschüssige, daher überflüssige oder Zu
schußarbeiterbevölkerung."
hier wird also dem Maschinenkapital zur Last
gelegt, daß es überflüssige Menschen schaffe, die
durch Not gezwungen werden, ihre Arbeitskraft dem
Kapital billiger zu verkaufen, als sie bei mitt
lerer Verwertung dafür getan haben würden. Da
durch neue Kapitalakkumulation, neuer Druck auf'die
Arbeit usw. ad infinitum.
Solange die industrielle Entwickelung noch zu jung
war, um selbst eine Antwort auf diese Theorie zu geben,
hatte man darin einen herrlichen Tummelplatz für gei
stige Iongleurkünste. Man wollte beweisen, daß das
Maschinenkapital der Feind der Arbeiter sei, und was
konnte besser dazu dienen, als dieser Lehrsatz, der
nebenbei außerordentlich plausibel schien, wenn ein
Schuhmacher 1 paar Stiefel täglich anfertigte und eine
von einer Person bediente Maschine deren 10, so war
es sonnenklar, daß 9 Schuhmacher überflüssig, brotlos
und gezwungen wurden, sich zu irgendeinem Lohne bei
der Maschine zu verdingen. Man hatte den herrlichsten
Beweis für die Verelendungstheorie. Man übersah eben
ganz, daß die Produktion einer Maschine gar nicht
davon abhängt, was sie leisten kann, sondern da
von, wieviel ihr der Konsum abzunehmen imstande
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