Full text: Laienbrevier der National-Ökonomie

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4. Kapitel 
In dieser Rrbeit liegen also hervorbringungs- und 
Güterverteilungsprozeß vereinigt. 
Dieser Mann ist alles in einer Person, Bauer auf 
seinem Lande, Baumeister seiner fjüttc, sein eigener 
Handwerker, Ñrzt, Lehrer, Raufmann, Polizist und 
Soldat. 
Infolgedessen wird ihm auch der unverkürzte Ar 
beitsertrag. 
In einer sehr frühen Periode wird sich aber schon 
die erste Arbeitsteilung vollzogen haben. 
Lin findiger Ropf gelangt durch Nachdenken und 
Geschicklichkeit zur Bearbeitung des Feuersteins oder 
zur Herstellung von Pfeil und Bogen, und nachdem der 
Jäger den Wert dieser Dinge erkannt hat, wird er 
einen Teil seiner Beute für ihren Besitz hergeben. 
Ls entsteht der erste freie Tausch, bei dem beide Teile 
ihren Vorteil haben, denn dem Bogenfabrikanten nützen 
seine überzähligen Bogen nichts, wenn sie niemand 
begehrt, ebensowenig wie dem Jäger der Überschuß 
des Fleisches, das er infolge der verbesserten Jagd 
geräte gewinnt. Mit dem durch diese Arbeitsteilung 
entstehenden Tausch entsteht auch der erste „Vorteil", 
der volkswirtschaftlich um so größer ist, als die mensch 
liche Natur in Dingen, die „ihr liegen", d. h. für die 
sie Interesse und Talent hat, eine ungleich höhere 
Produktionsfähigkeit entwickelt als auf Gebieten, die 
ihr gleichgültig sind, eine Produktionsfähigkeit, die 
sich noch mit der fortwährenden Beschäftigung mit einer 
und derselben Sache steigert. 
Dadurch ist auch ohne weiters klar, daß jeder, 
der einen Gebrauchsgegenstand auf diese weise her 
stellt, und zum Tausch anbietet, dadurch nicht nur 
sich, sondern auch seinen Nächsten einen Dienst er-
	        
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