58
4. Kapitel
In dieser Rrbeit liegen also hervorbringungs- und
Güterverteilungsprozeß vereinigt.
Dieser Mann ist alles in einer Person, Bauer auf
seinem Lande, Baumeister seiner fjüttc, sein eigener
Handwerker, Ñrzt, Lehrer, Raufmann, Polizist und
Soldat.
Infolgedessen wird ihm auch der unverkürzte Ar
beitsertrag.
In einer sehr frühen Periode wird sich aber schon
die erste Arbeitsteilung vollzogen haben.
Lin findiger Ropf gelangt durch Nachdenken und
Geschicklichkeit zur Bearbeitung des Feuersteins oder
zur Herstellung von Pfeil und Bogen, und nachdem der
Jäger den Wert dieser Dinge erkannt hat, wird er
einen Teil seiner Beute für ihren Besitz hergeben.
Ls entsteht der erste freie Tausch, bei dem beide Teile
ihren Vorteil haben, denn dem Bogenfabrikanten nützen
seine überzähligen Bogen nichts, wenn sie niemand
begehrt, ebensowenig wie dem Jäger der Überschuß
des Fleisches, das er infolge der verbesserten Jagd
geräte gewinnt. Mit dem durch diese Arbeitsteilung
entstehenden Tausch entsteht auch der erste „Vorteil",
der volkswirtschaftlich um so größer ist, als die mensch
liche Natur in Dingen, die „ihr liegen", d. h. für die
sie Interesse und Talent hat, eine ungleich höhere
Produktionsfähigkeit entwickelt als auf Gebieten, die
ihr gleichgültig sind, eine Produktionsfähigkeit, die
sich noch mit der fortwährenden Beschäftigung mit einer
und derselben Sache steigert.
Dadurch ist auch ohne weiters klar, daß jeder,
der einen Gebrauchsgegenstand auf diese weise her
stellt, und zum Tausch anbietet, dadurch nicht nur
sich, sondern auch seinen Nächsten einen Dienst er-