Full text : Laienbrevier der National-Ökonomie

60

4.  Kapitel

Segelboot  bis  zum  stolzen  Passagierdampfer,  sowie  die
Kolosse  unserer  Kriegspanzer  in  ihrer  grauen  Majestät.
Ģier  haben  wir  in  einem  Blick  eine  ununterbrochene ­
  Kette  der  Entwickelung  vor  uns,  und  wir
behaupten,  daß,  als  der  alte  Germane  seinen  Linbaum
aushöhlte,  dieser  genau  so  gut  sein  „Kapital"  darstellte, ­
  wie  heute  die  stolzen  Schiffe  der  Hamburger
und  Bremer  Gesellschaften  Kapital  sind.  Er  zimmerte
das  Fahrzeug,  um  den  Ertrag  seines  Fischfanges  zu
erhöhen  und  um  Flüsse  und  Seen  damit  dem  Verkehr
zu  erschließen.
Dieses  sein  Kapital  gab  ihm  sofort  ein  Übergewicht ­
  über  seine  kapitallosen  Stammesgenossen.  Er
konnte  damit  die  fischreicheren  Stellen  der  Flüsse  und
Seen  aufsuchen,  und  wenn  wir  nur  die  Verdoppelung
des  Ertrages  rechnen,  so  können  wir  uns  schon  ein
ganz  hübsches  schematisches  Bild  von  der  Bedeutung
dieser  einfachsten  Kapitalbildung,  dieser  ersten  kristallisierten ­
  Ñrbeit,  machen.
Angenommen  der  vurchschnittsertrag  des  Fischfanges ­
  sei  vorher  10  Fische  per  Tag  gewesen,  er  steigere ­
  sich  durch  Benutzung  des  Bootes  auf  20,  und  der
Fischer  habe  aus  seiner  sonst  dem  Fischfang  gewidmeten ­
  Zeit  so  viel  Stunden  zur  Anfertigung  des  Einbaums ­
  verwendet,  daß  auf  dessen  Anfertigung  100
Tage  zu  rechnen  wären,  dann  hätten  wir  folgendes
Resultat:
Herstellungskosten  des  Bootes  100  Tage  Arbeit,
also  1000  Fische.  Wirkung:  täglich  10  Fische  mehr  aus
die  Lebensdauer  des  Linbaums,  die  wir  auf  20  Jahre
schätzen  wollen,  —  20  x  3650  —  73  000  Fische.
Natürlich  deckt  sich  die  volkswirtschaftliche  Wirkung ­
  nicht  mit  diesem  Schema,  denn  der  Ertrag  richtet
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.