Full text : Die Entwickelung zum Socialismus

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nisses  entschädigt  sie  für  die  Niedrigkeit  der  Löhne.  Sie
sind  gegen  die  Gefahr  der  Arbeitslosigkeit,  der  Invalidität, ­
  der  Arbeitsunfähigkeit  infolge  eines  Unfalls
oder  des  Alters,  die  wie  ein  dr  ohender  Schatten
so  oft  das  Leben  der  Arbeiter  umdüstert,  besser  geschützt;*) ­
  und  diese  Garantie,  diese  Sicherheit  des  täglichen ­
  Brotes,  bildet  einen  so  wesentlichen  Vorteil,  dass
für  ihn  die  Staatsarbeiter  mit  unendlicher  Geduld  alle
Chicanen  ertragen,  ebenso  wie  alle  Beschränkungen,  die
die  Disciplin  ihrer  politischen  Freiheit,  der  Ausübung  ihrer
staatsbürgerlichen  Rechte  und  besonders  ihrem  Coalitionsrecht
  auf  erlegt.
Es  darf  auf  keinen  Fall  übersehen  werden,  dass  von
diesem  Gesichtspuncte  aus  in  der  That  der  Despotismus
des  Unternehmers  Staat  nicht  besser  ist,  als  der  Despotismus, ­
  der  in  den  meisten  Fabriken  der  Privatindustrie
herrscht  ;  und  es  ist  unvermeidlich,  dass  dieser  Zustand
so  lange  währt,  wie  sich  die  Leitung  der  öffentlichen  Angelegenheiten ­
  und  die  staatliche  Macht  in  den  Händen
der  Geschäftsträger  der  capitalistischen  Classe  befindet.
§3.
Der  Einkauf  der  Rohmaterialien.
Unter  der  Herrschaft  der  capitalistischen  Ausbeutung
sind  die  kleinen  Producenten  und  besonders  die  Kleinbauern, ­
  die  den  grossen  ländlichen  Industrieen  die  Rohmaterialien ­
  liefern,  den  Schwankungen  der  Preise  unterworfen, ­
  die  aus  der  industriellen  Anarchie  resultieren,  oder
den  eisernen  Preiscontracten,  die  ihnen  die  Cartelle  der
Zuckerfabricanten,  der  Tabakfabricanten,  der  Cichorien-*)

  Revue  du  Travail  1899,  pag.  1266.  Dort  heisst  es  in
einer  Notiz  über  die  Möbelindustrie  in  Malines:  „Einige  Unternehmen ­
  klagen  über  die  Schwierigkeiten,  die  ihnen  das  Staatsarsenal ­
  in  Malines  bei  der  Anwerbung  von  Arbeitern  bereitet;
viele  gute  Arbeiter  gehen  nämlich  dorthin,  um  für  ihre  alten
Tage  einen  sicheren  Platz  zu  haben.“
            
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