Full text: Preußisches Landbuch

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Bethlehem, 
s. Rettungshaus zu Nowawes, Haus Bethlehem rc. 
Be us dahlscher Konvent zn Aachen, 
eine Stiftung, nach welcher 8 alten dürftigen und arbeitsunfähigen Dienst 
boten weiblichen Geschlechts freie Wohnung gewährt wird. Die Ber 
Wallung ist der Armen-Kommission anvertraut. 
v. Beustsche Stiftung. 
Fräulein Theodore v. Beust übergab dem Magistrat in Potsdam 
mittelst Schreibens born 24. September 1864 20,000 Thlr. in Köln- 
Mindener-Eisenbahn-Prioritäts-Aktien mit der Bestimmung, daß die 
selben von der Stadtgemeinde Potsdam zur Gründung einer Stiftung 
für mittellose bürgerliche Jungfrauen über 40 Jahr benutzt würden, 
denen, nachdem sie mindestens 5 Jahr dort wohnhaft, daraus laufende 
Unterstützungen bis zur Höhe von 60 Thlr. jährlich zufließen sollen. 
Die Verwaltung leitet der Magistrat, dessen Dirigent an der Spitze 
des Kuratorii steht. 
Beuthsche Stiftungen. 
Fräulein Elisabeth Beuth (ş 24. Juni 1858) errichtete unter dem 
5. Mai 1854 ein Testament, in welchem sie unter dem Namen der 
„Beuthscheu Stipendien" zwei Stipendien stiftete und die Verwal 
tung dem Senate'der Universität Berlin übertrug. Jedes derselben 
soll jährlich 400 Thlr. betragen und etwanige Ersparnisse sollen zur 
Gründung weiterer Stipendien verwendet werden. Bereits im Jahre 
1864 ist ein drittes Stipendium begründet worden. Die Verleihung 
erfolgt auf 5 Jahre. Die Bewerber, würdige Studirende, müssen einer 
der vier Fakultäten oder der Bau-Akademie angehören. Bei der Ver 
leihung ist durch das Testament den Nachkommen mehrerer in demsel 
ben bezeichneten Familien unbedingtes Vorzugsrecht gegeben, und in 
zweiter Linie soll den Eingeborenen der Vaterstadt der Erblasserin, 
Kleve, ein Vorzugsrecht zustehen. Der Inhaber des Stipendii ist 
verpflichtet, mindestens ein Jahr auf der Universität Berlin zn studiren, 
die übrige Zeit kann er sich dem Studium auf einer anderen deutschen 
Universität widmen, und das Stipendium auch nach beendigten Studien 
in der Zeit fortbeziehen, die er zu seiner weiteren Ausbildung verwen 
det, bevor er in eine selbstständige, mit einem Einkommen verbundene 
Berufsthätigkeit eintritt. Das Stiftungs-Kapital beträgt 29,265 Thlr. 
— Die Stifterin vermachte ferner der Armen-Verwaltung ihrer Vater 
stadt Kleve ein Kapital von 4000 Thlr. unter der Bedingung, daß die 
Zinsen davon in monatlichen Raten zur dauernden und lebensläng 
lichen Unterstützung von sechs armen Wittwen oder nnverheiratheten 
Frauen verwendet würden. 
Abt v. Bcyersche Stiftung zu Hamborn (Duisburg). 
Sie besteht aus Legaten, welche der katholischen Kirche und den Armen 
zu Hamborn von dem in Köln f Dom-Propste Adalbert v. Beyer 
im Jahre 1842 zugewendet worden sind. Kapital etwa 1600 Thlr.
	        
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