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XXV 1.
aus diesem Grunde beträchtlich an. Einen noch viel mäch
tigeren Anreiz übten die seit 1795 eroberten Gebiete aus.
Unter ihnen befanden sich die fruchtbarsten Teile West
indiens, die bisher nur in höchst ungenügendem Mafse an
gebaut waren und mit deren Ertrag und Fruchtbarkeit sich
keine ältere britische Insel vergleichen konnte. Martinique,
Holländisch-Guyana, Tabago, Trinidad, St. Lucie u. a. boten
unermefsliche Flächen jungfräulichen Bodens dar. Ihr Anbau
verhiefs viel reicheren Gewinn als die älteren Inseln. Mäch
tige Ströme englischen Kapitals, das längst auf Beschäftigung
gewartet hatte, ergossen sich jetzt in die eroberten Besitzungen
(Wilberforce, 30. Mai 1804, #H. o. C. u. a.). „In the islands
captured last war (1793—1802), and which were giveTi up at
the peace, British capital was employed to so great an extent,
that the exports from those islands equalled the exports from
Jamaica!“ (Lord Grenville, H. o. L., 7. Mai 1806). Urwälder
wurden niedergelegt, Sümpfe ausgetrocknet. Weit ausgedehnte
Zucker- und Kaffeeplantagen traten an deren Stelle. Die Neger
importe nahmen einen immer gröfseren Umfang an. „Die
meisten dieser Importe von 1795—1805 wurden zur Versorgung
der eroberten Kolonien gebraucht“ (Bandinell, S. 122).
Folgende Zahlen geben ein anschauliches Bild von dem
Wachstum der britischen Sklavenzufuhren In der Zeit von
1793—95, als England seine Schiffahrtsgesetzgebung noch nicht
den veränderten Umständen angepafst hatte, als die britische
Plan tagen Wirtschaft vorübergehend in Bedrängnis geraten
war, die französischen Kolonien sich in hellem Aufruhr
befanden und keine Neger mehr importierten, ging auch der
britische Sklavenhandel zurück von etwa 40000 Stück um
1790 auf 25 000 um das Jahr 1796 (Hüne II, S. 400, Ban
dinell, S. 105 ff.). Die Franzosen zogen sich damals gänzlich
von ihm zurück. Doch nach der Erstarkung der britischen
Seemacht, nach der Zurücknahme der Navigationsakte, be
sonders nach der Eroberung Guyanas (1796), erlebte er binnen
zwei Jahren von 1796—98 eine Steigerung von 25000 Negern
auf 57 000, wovon 30 000 in die eroberten Gebiete gingen.
142 Schiffe mit 5000 Matrosen und einem Kapital von 1 064000 j£
waren daran beteiligt! England war plötzlich wieder der
erste Sklavenhändler geworden ; denn die Portugiesen ver
schifften nur etwa 20 000, die Nordamerikaner 15000, und
Frankreichs, Hollands und Spaniens Sklavenhandel war dem
Nullpunkt nahe.
Brougham schreibt über diese Jahre (1, S. 533): „After
slavery was abolished in Guadeloupe and Cayenne, the demand
for negroes from British traders was diminished. Accordingly
we find, that the average British tonnage employed in the
African trade in 1793, 1794, 1795 and 1766, was reduced
from 33 000 to 210Ó0. But the cultivation of the conquered