Full text : Das Lebenswerk von Karl Marx

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in  der  Weise  durch  ziffermäßige  Jnbeziehungsetzung  meß-  oder  wägbarer ­
  Großen  zu  einer  gedanklichen  Einheit  ordnet,  daß  kein  Phänomen ­
  unbeschrieben  und  eine  Unterordnung  einzelner  Fülle  unter
die  allgemeine  Regel  möglich  ist.
Gibt  cs  solche  Gesetze  für  die  Menschenwelt,  sind  wir  überhaupt ­
  auf  dem  Wege,  sie  zu  finden,  haben  wir  auch  nur  den  geringsten ­
  Ansatz  dazu?  Antwort:  nein.  Was  wir  an  derartigen
Gesetzen  etwa  im  Bereich  der  Nationalökonomie  haben,  sind  nur
verkappte  Naturgesetze;  wie  etwa  das  Gesetz  des  abnehmenden  Bodenertrages. ­
  Ein  Gesetz,  das  Menschentun,  auf  welchem  Gebiete  es
auch  immer  sich  betätigen  möge,  beherrschte,  also  immer  und  allgemein ­
  gültig  wäre,  gibt  es  kein  einziges.
Der  Grund  für  diese  scheinbar  seltsame  Tatsache  erhellt  ohne
weiteres  aus  der  Eigenart  des  Wissens  vom  Menschen,  wie  wir  es
in  seinen  Grundzügen  kennen  gelernt  haben.  Wie  sollte  ein  „Gesetz"
von  allgemeiner  Geltung  aufgestellt  werden,  da  doch  Objekt  (Stoff)
und  Kräfte  in  der  Menschheitsgeschichte  unausgesetzt  wechseln?  Das
Fallgesetz,  das  Verbrennungsgesetz  stelle  ich  auf  in  der  stillschweigenden
Annahme,  daß,  so  lange  unsere  Jrdischkeit  dauert,  Stoff  und  Kräfte
dieselben  bleiben,  die  den  Stein  zum  Fallen,  das  Holz  zum  Brennen
bringen  und  daß  sie  in  stets  derselben  Wirksamkeit  andauern  werden.
Preisgesetze  aber  werden  nur  gelten:
1.  Wenn  und  solange  Menschen  bestimmte  gewandelte  und
wandelbare  Beziehungen  zu  einander  eingehen  (ihre  Erzeugnisse  auf
dem  Markt  gegen  einander  tauschen).
2.  Wenn  und  insoweit  die  kaufenden  und  verkaufenden  Menschen ­
  eine  ganz  bestimmte  (keineswegs  immer  vorhandene)  Seelenstimmung ­
  aufweisen.  Das  Muß  des  Steinfalles  ist  doch  ein  Wesensanderes ­
  als  das  Muß  des  Käufers,  einen  bestimmten  Preis  zu

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