Object: Secretarial practice

8. Verpackung. Die Verpackung erfolgt in drahtgepreßten 
Ballen von verschiedener Größe und Schwere. Zu den Ballen 
werden bis 16 Abfallscheite zum Packen verwendet. 
Zur Holzwollfabrikation werden keine Abfälle, im Gegenteil 
nur tadellose Stämme verwendet. Die Abfälle dieser Stämme 
dienen selbst wiederum zur Verpackung der Holzwollballen 
(Abb. 274). Da die Holzwollballen 100 x 80 x 65 cm im Recht- 
eck betragen, die Stämme, von denen die Holzwolle geschnitten 
wird, höchstens 50 cm lang sind, werden an der langen Packungs- 
schmalseite diese Stämme in zwei Reihen nebeneinandergelegt. 
Die gesamte Packung wird mittels vier Drahtbunden fest ver- 
schnürt. Das Gewicht eines derartigen Ballens beträgt etwa 
bei sächsischer Holzwolle ...... . 70—100 kg, 
bei bayrischer Holzwolle 1... 90—110 ke. 
Die Fracht spielt bei der Holzwolle keine so große Rolle 
wie bei der Wellpappe. Viel wichtiger ist dagegen die Holzqualität 
in bezug auf den Preisunterschied. Die beste Holzwolle soll von 
Oberbayern geliefert werden. 
Material der Holzwolle 
Die Holzwolle wird entweder aus Fichten- oder Kiefernholz 
hergestellt. Holzwolle aus Kiefer ist teilweise etwas billiger, 
dagegen ist die Fichtenholzwolle geruchfrei und findet bei Ver- 
packung von Genußmitteln aus diesem Grunde stets Anwendung. 
Pappelholzwolle findet sehr selten Anwendung, ist im Preis 
kaum höher als Fichtenholz- 
wolle und gilt als annähernd 
geruchfrei. 
Die Holzwolle wird im allge- 
meinen ohne ungebundene 
Feuchtigkeit verpackt, vor allen 
Dingen bei Metallwaren. Im 
letzteren Falle ist dies aus Grün- 
den der Rostgefahr besonders zu 
beachten. | Bei zerbrechlichen 
Waren dagegen, wie bei Por- 
zellan und Glas, verwendet man 
die Holzwolle während der 
Packung im nassen Zustand und 
erreicht dadurch ein dichteres 
und festeres Anliegen. 
Die Preise der Holzwolle 
Abb. 274. Holzwolle-Ballen: richten sich natürlich nach dem 
104
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.