fullscreen : Die Eisenindustrie in Südrußland

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Olivieri  nicht  weit  von  Druschkowka  im  Donezbassin  Anthrazit
entdeckt.
Im  Jahre  1833  war  im  Luganskwerke  wieder  eine  Probe  gemacht
worden,  das  Roheisen  jetzt,  aus  dem  lokalen  Eisenerze  zu  gewinnen.
Zwar  bekam  man  bei  diesem  Versuche  Roheisen,  aber  es  war  von
ganz  ungenügender  Qualität.  Das  Luganskwerk  führte  in  dieser
ganzen  Zeit  wegen  dieser  wie  auch  verschiedener  anderer  Mißerfolge
ein  sehr  klägliches  Dasein.  Die  neuen  Kohlengruben,  die  den  Zweck
hatten,  das  Werk  mit  Kohle  zu  versorgen,  konnten  daher  auch  nicht
emporkommen.  Iin  Jahre  1839  fanden  die  französischen  Ingenieure
Le  Play  und  Molignau  im  Donezbassin  eine  jährliche  Steinkohlenproduktion ­
  von  nur  877  000  Pud.
Die  früher  erwähnten  staatlichen  Gruben  und  das  Luganskwerk
waren  in  einen  Bergbezirk  zusammengefaßt.  Dieser  Bezirk,  wie  auch
die  anderen  ähnlichen,  hatte  seine  Polizei,  Kirchen,  Gericht,  Verwaltung ­
  usw.  Sie  erließen  verschiedene  Verordnungen  und  Maßregeln, ­
  welche  manchmal  die  kleinsten  Einzelheiten  des  Gewerbes
regelten.  So  hat  man  z.  B.,  um  den  Steinkohlenverbrauch  zu  vermehren, ­
  einen  Erlaß  im  Luganskbezirk  veröffentlicht,  in  welchem
den  dortigen  Speckschmelzereien  nur  mit  Steinkohle  zu  heizen  erlaubt
war.  Gewiß  konnten  solche  Maßregeln  nicht  viel  nutzen,  und  drei
staatliche  Gruben  hörten  bald  mit  ihrer  Arbeit  auf.  Die  Steinkohlenförderung ­
  dauerte  nur  in  Lissitschansk  fort,  aber  auch  hier  in  sehr
beschränktem  Maße.  Selbst  das  Luganskwerk  kam,  nachdem  die
Versuche  mit  der  Schmelzung  nicht  gelungen  waren,  mehr  und  mehr
*  in  Verfall,  bis  es  sich  endlich  zum  völligen  Stillstand  genötigt  sah 1 .
Im  Jahre  1830  wurden  die  ersten  Eisensteinlagerungen  auf  der
Tamaj-flalbinsel  (gegenüber  der  Stadt  Kertsch)  entdeckt  und  im
Jahre  1837  große  Eisenerzlager  auf  der  Kertseh-Halbinsel 1  2 .  Nachdem ­
  die  ersten  Versuche  in  Lugansk  zu  keinem  Ergebnis  geführt
hatten,  setzte  die  Regierung  ihre  Versuche  auf  der  Halbinsel  Kertsch
fort.  Man  schlug  vor,  hier  ein  Werk  zu  bauen  und  die  Eisenerzverhüttuug
  mit  dem  Druschkowsk-Anthrazit  durchzuführen.  Nach
einer  Reihe  von  Mißerfolgen  wurde  hier  im  Jahre  1848  das  erste
Roheisen  gewonnen;  aber  auch  dieses  Eisen  war  von  einer  nicht
genügenden  Qualität;  1855  wurde  das  Werk  während  des  Krimkrieges ­
  vollständig  zerstört.  Im  Jahre  1845  wurde  dann  noch  ein
Werk  im  Gouvernement  Jekaterinoslaw  an  dem  Flusse  Sadka  gegründet. ­
  Das  Werk  wurde  zu  Ehren  Peter  des  Großen  „Petrowsk-Werk
 - ‘  genannt.  Die  Verhüttung  verlief  zuerst  ganz  günstig;  es
wurden  ca.  90000  Pud  Roheisen  gewonnen,  der  Hochofen  war  aber
nicht  genügend  feuerfest  und  nach  einigen  mißlungenen  Versuchen,

1  Eelkner,  Steinkohle  u.  Eisen  in  Rußland,  St,  Petersburg,  S.  43  (russisch).
2  Keppen,  a.  a.  O.  S.  16.
            
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