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dirigirten Privatwirthschaft erworben hatte. Die ökonomischen
Pbicanen und der Umstand, dass er überhaupt von verfehlten
Maassregeln der Regierung ernstlich zu leiden gehabt hatte,
lüögen seiner Sprache hier und da eine besondere Erregtheit
ürtheilt haben. Indessen sieht man dennoch deutlich genug,
dass die Ideen selbst, die er vor Augen hat, das eigentliche
Lebenselement seiner Wärme und Leidenschaft bilden. Man
bat in ihm einen Schriftsteller vor sich, der mit einem prak
tischen Ausgangspunkt und vielen verhältnissmässig klaren
Anschauungen eine edle Begeisterung für gerechte Rücksicht
nahme des Menschen auf den Menschen und sogar für Ideen
verbindet, bei deren Ausdruck die Kühnheiten der Paradoxie
und die Mächte des Affects eine Rolle spielen.
Seine Schwächen sind die ziemlich natürlichen Begleiter
der letzterwähnten Vorzüge. Er dachte zu sanguinisch an die
Möglichkeit, seinen Gesichtspunkten bei Ministern Eingang zu
verschaffen. Die, wenn nicht wahre, so doch nicht schlecht
eifundene Anekdote, welche der Herzog von St. Simon über
die Audienz oder vielmehr Nichtaudienz unseres Finanzrefor
mers bei Pontchartrain erzählt, ist ein Zeugniss für jene Sinnes
art. Boisguillebert begann nämlich mit der dem fraglichen
Herrn gegenüber allzu naiven Erklärung, derselbe würde ihn
zuerst für einen Narren nehmen, dann sehen, dass er Aufmerk
samkeit verdiente, und schliesslich mit seinem System zufrieden
sein, Pontchartrain erwiderte lachend, er halte sich an den
ersten, und kehrte ihm den Rücken.
Selbst die günstigste Beurtheilung kann nicht umhin, bei
dieser Gelegenheit darauf hinzu weisen, dass Boisguilleberts
Phantasie allerdings die Neigung hatte, die Grenzen des Mög
lichen einigermaassen kühn hinauszuschieben. Man hat ihm
namentlich seine allzu viel versprechenden Büchertitel zum
Vorwurf gemacht, und man kann nicht leugnen, dass dieselben
in ihren Erläuterungen ein wenig an die Kunst erinnern, in
24 Stunden Dinge zu leisten, zu denen ein Jahr selbst unter
den günstigsten Umständen noch eine kurz bemessene Frist
wäre. Dennoch darf man nicht voraussetzen, dass er etwa bei
seinen Ankündigungen nicht mit der vollsten Ueberzeugung
verfahren sei. Wenn er auf dem Titel seiner ersten Haupt
schrift, des Détail de la France (zuerst unter Chiffre 1695, dann
mit dem langen Titelprogramm 1697) und zwar in einem Alter