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Arbeiten der Gefangenen. Es sind beschäftigt 400 Personen
mit Flechten von Tamsui-Hüten, 250 mit Anfertigung europäischer
Anzüge, 300 mit Holzarbeiten, 250 mit Rotangflechten und 200 mit
Herstellung von Ziegeln; im ganzen werden von den Gefangenen 35
verschiedene Arbeiten verrichtet. Diese Erziehung zur Arbeit übt
auch auf das zukünftige Reben der Gefangenen den günstigsten Ein
fluß aus, da sie dadurch in die Rage kommen, sich eine geordnete
Existenz zu gründen.
Fürsorge für die entlassenen Sträflinge. Im Jahre 1905
wurden in Taihoku, Taichu und Tainan von Gefängnisbeamten und
Privatleuten Vereine gegründet, die sich die Fürsorge für die entlassenen
Gefangenen zum Ziele setzten. Das Generalgouvernement gewährt
ihnen gewisse Jahreszuschüsse. Von 1905—1910 wurden 450 Per
sonen mit Arbeit versehen; sie sind als Bauern, Schneider, Wasch
leute, Zimmerleute, Kaufleute, Tagelöhner usw. tätig und haben
größtenteils eine gesicherte Existenz.