Full text: Zwei Bücher zur socialen Geschichte Englands

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Zweites Buch, Cap. 4. 
S 3. Opposition von Arbeitern und Capitalisten 
gegen Maschinen und Fabriken. 
Die fabrikmässige Grossindustrie rief plötzlichere und 
schmerzlichere Veränderungen der gewohnten Weise von Pro- 
duction und Erwerb hervor, als es seinerzeit der allmälige 
Sieg der Hausindustrie that. Es handelte sich zugleich um 
höchst concrete und greifbare Erscheinungen , gegen welche 
sich die Leidenschaft derjenigen wenden konnte, welche bei 
dem Process zunächst verloren, nämlich um Maschinen und 
grosse einförmige Fabrikgebäude mit ihren rauchenden Schlo- 
ten. Wenn man bedenkt, wie verständnisslos z. B, seiner 
Zeit im 16: Jahrhundert das Publieum der Erscheinung der 
zunehmenden Geldwirthschaft und des abnehmenden Geldwerths 
gegenüberstand und wie sehr auf wirthschaftlichem Gebiet. die 
Menschen von kurzsichtigen Interessen beherrscht werden, so 
kann man nicht erwarten, dass bei Einführung der Maschinen 
und Fabriken alle Betheiligten den Nutzen dieser Neuerung 
gleich selbstlos anerkannt und sich auf das Streben, selbst 
Antheil am Maschinencapital zu gewinnen, concentrirt hätten. 
Am 1. November 1776 petitionirten Wollspinner und Weber 
Somerset um ein Verbot der Jenny.!) 
1780 befanden sich die kleinen Jennys in den Händen 
der Baumwollspinner selbst und die Weberlöhne stiegen, wäh- 
rend sich die Zahl der Webstühle verdreifachte. Die grös- 
seren Patentmaschinen aber, d. h. Arkwright’s Neuerungen, 
setzten viele Hausspinner ausser Erwerb und diese petitionir- 
ten”) um Verbot dieser Maschinen, nachdem sie dieselben 
zerstört hatten, Natürlich wurde hier wie immer behauptet, 
das Maschinenproduct sei schlechter als das der Handarbeit, 
Indessen war diese Noth und Agitation an Stärke mit der 
späteren Noth der Weber nicht zu vergleichen. Ueber die 
aus 
') Journals Vol, 36. 
°) Journals Vol, 837. 27, April 1789.
	        
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