höhen und den Konsum der Arbeiter zu vermindern. Die Kon
kurrenz zwingt dabei den Unternehmer, das fixe Kapital immer
mehr zu vergrößern, um die Arbeitsproduktivität zu steigern.
Konsumiert ein Unternehmer seinen ganzen Profit, so wird er
durch die Konkurrenz bald aus den Reihen der Kapitalisten her
ausgedrängt werden.
Bezeichnen wir die Konsumtionsmittel der Kapitalisten durch
I, die der Arbeiter durch 11, die Produktionsmittel (den Arbeits
lohn ausgeschlossen) durch 111 und die Kommunikations- und
Transportmittel durch IV, so erhalten wir folgendes Schema:
1 11 111 IV
10 15 10 + 5 5
5 2
2 1
Wir haben gesehen, daß die Handwerker, die in Kustari- und
Hausarbeiter verwandelt werden, nicht mehr den vollen Betrag
ihrer Arbeit erhalten. Deshalb verringert sich der Konsum der
Massen von 20 auf 15 Einheiten; diese 5 Arbeitseinheiten werden
zur Zeit der Herrschaft des Handelskapitals zur Herstel
lung von Kommunikations- und Transportmitteln verwendet.
Der Übergang von der Natural-zur kapitalistischen Wirtschaft
wird zunächst von einem erhöhten Arbeitsaufwand auf die Ge
winnung von Edelmetallen und den Bau von Kommunikations
mitteln begleitet, die eine notwendige Bedingung für die Existenz
und Entwicklung der kapitalistischen Wirtschaft sind.
Die vermehrte Gewinnung von Edelmetallen zu Beginn des
Kapitalismus wird häufig als Ursache seiner Entwicklung be
trachtet. ln der Tat verhält es sich gerade umgekehrt: der ent
wickelte Warenaustausch verursacht die stärkere Ausbeutung von
Edelmetallen und die Verbesserung der Kommunikationsmittel.
„Die Mitte des 19. Jahrhunderts,“ sagt Sombart,*) „bezeichnet
in der Entwicklung des modernen Kapitalismus eine Epoche; man
kann sagen, daß er seit dieser Zeit in allen Ländern Westeuropas
in das Stadium seiner Hochblüte eintritt. Was aber den gewalti-
') Der moderne Kapitalismus, Bd. II, S. 8—9.