Schluß.
Das probiern des individuellen Lebens.
N)o zeigt wohl der Völker Tag die Spur
von all' dein verheißenen Sonnenschein?
Statt des Lehrers spricht die Kanone nur,
Der Zeit wird Arbeit und Gold zur pein.
Die Hoffnung vergeht, die Lrinn'rung entschwebt,
Auf Herd und Altar ist erloschen der Brand.
Doch nicht umsonst hat der Glaube gelebt,
Uns kündet das Herz das verheißene Land.
Francis Brown.
Meine Aufgabe ist vollendet.
Aber die Gedanken steigen noch höher. Die von uns erörterten
Probleme leiten zu einem noch höheren und Tieferen, hinter den
Problemen des sozialen Lebens liegt das des individuellen Lebens.
Es ist mir unmöglich gewesen, über das eine nachzudenken, ohne auch
über das andere zu sinnen, und so, denke ich mir, wird es auch denen
ergehen, welche dies Buch lesen und in Gedanken mit mir gehen. Denn,
wie Guizot sagt: „wenn die Geschichte der Zivilisation beendet ist, wenn
nichts mehr über unser jetziges Dasein zu sagen ist, fragt sich der Mensch
unvermeidlich, ob alles erschöpft sei, ob er das Ende aller Dinge erreicht
habe?"
Dies Problem kann ich jetzt nicht genauer untersuchen. Zch er
wähne es nur, weil der Gedanke, der mir bei der Abfassung dieses Buches
zu unaussprechlicher Aufmunterung gereicht hat, auch einigen meiner
Leser zur Ermunterung dienen kann; denn, was auch sein Schicksal
sein möge, es wird von einigen gelesen werden, die in der Tiefe ihres
Herzens das Kreuz zu einem neuen Kreuzzuge genommen haben. Dieser
Gedanke wird ihnen ohne mein Zutun kommen, aber wir sind sicherer,
einen Stern gesehen zu haben, wenn wir wissen, daß andere ihn auch
sehen.
Die Wahrheit, welche ich klar zu machen versucht habe, wird keine
leichte Annahme finden. Wenn das möglich wäre, so würde sie schon
lange angenommen worden sein, wenn es möglich wäre, so würde sie