fullscreen: Das Geldwesen Frankreichs zur Zeit der ersten Revolution bis zum Ende der Papiergeldwährung

3. DER INTERVALUTARISCHE KURS. 
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Devisen in die Hand bekommen. Es zeigte sich auch hier der 
gänzliche Mangel klarer ökonomischer Einsicht. 
Seit dem Sturze der Schreckensherrschaft fing man an 
zu erkennen, daß die bis dahin eingeschlagenen Wege falsch 
waren, und begann allmählich, eine Wiederherstellung der 
früheren Zustände anzubahnen. Der Konvent war darauf 
bedacht, den finanziellen Verpflichtungen des Staates nachzu- 
komraen. Aus diesem Gesichtspunkt erklären sich die 
Bestimmungen für Staatsschulden, die auf Gold und Silber 
lauteten; sie wurden zwar auch in Papiergeld bezahlt, aber 
unter Berücksichtigung des positiven Agios der Metalle, trotz 
dem diese Anordnung für den Fiskus unvorteilhaft war. Sie 
bedeutete einen wesentlichen Fortschritt gegenüber der 
Schreckensherrschaft. Der Handel, also auch der Verkehr mit 
dem Auslande, sollte von nun ab ungehindert sich entwickeln 
können. Die Vorsätze, den Handel nach Möglichkeit zu unter 
stützen, kamen etwas spät. Schlimm hatten die Schreckensmänner 
gehaust, die in jedem Reichen, namentlich in jedem Groß 
kaufmann, einen Kontrarevolutionär erblickten, der zu vernichten 
sei. Es trat nach der bewegten Zeit des Konvents ein 
Bedürfnis nach Ruhe und eine Sehnsucht nach geordneten 
Verhältnissen ein. Viele Fehler suchte man wieder gut zu 
machen. Im Jahre 1795 finden wir die Anfänge einer Reform 
gesetzgebung, die in den folgenden Jahren des Direktoriums 
fortgesetzt wurde und deren restlose Durchführung erst dem 
Konsulate Vorbehalten war. 
Die Börsen wurden zögernd nacheinander wieder geöffnet, 
zunächst bloß in Paris; sogar der Export von Gold- und 
Silbermünzen wurde gestattet, wenn gleichzeitig notwendige 
Bedürfnisartikel importiert wurden. Das Bestreben, den Handel 
zu fördern, hatte teilweisen Erfolg; er reichte jedoch nicht hin, 
den Wechselkurs zu heben, denn die Hungersnot in einigen 
Departements und die teuren Kriege gestalteten die wirtschaft 
liche Lage noch nicht wesentlich besser. Immerhin war die 
Tendenz vorhanden, aus der trostlosen wirtschaftlichen Lage 
herauszukommen. Erst dem Direktorium gelang es, mit der
	        
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