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haften Eisenbahnbau betrieben. Die Bestellungen der Regierung
an Eisenbahnmaterialien mußten für die Gesellschaften sehr vorteil
haft sein. Die Protektionspolitik trat gerade in der Eisenindustrie
deutlich zutage. Man zahlte gewöhnlich höhere Preise, als die Markt
preise waren, erteilte große Avancen usw. Die Erbauuug neuer
Eisenbahnen durch die Regierung konnte aber nicht immer so weiter
gehen. Am Ende der 90er Jahre wurde auch der größte Teil der
sibirischen Eisenbahnlinie vollendet, die eine große Menge von
Schienen usw. beansprucht hatte. Die Zeit für weitere Bauten er
schien auch nicht günstig und hauptsächlich darum nicht, weil der
Eisenbahnbau überwiegend mit Hilfe der ausländischen Anleihen
sich vollzog, deren Abschließung wegen der Geldkrisis in Westeuropa
so gut wie unmöglich erschien. Dazu kam noch im-Jahre 1900 ein
Kriegszug nach China, der hohe Summen forderte. Da die Staats
kasse schon wegen der früheren Bauten sehr stark in Anspruch ge
nommen war, sah sich die Regierung genötigt, ihre Eisenbahnbauten
möglichst einzuschränken. Es wurden folgende Längen des Eisen
bahnnetzes, in Werst ausgedrückt, erbaut 1 :
Jahr
Länge in Werst
1898
2876
1899
4882
1900
2 882
1901
3290
1902
947
1903
436
Infolge der Beschränkung
des Eisenbahnbaues nahmen auch
die Eisenbahnbestellungen bedeutend ab und damit auch die Schieuen-
produktion 1 2 :
J ahr
Schienen in 1000 Pud
1901
22817
1902
19 048
1903
17862
Diese Abnahme hat die südrussischen Werke am schwersten
getroffen. Sie konnten jetzt nur die Hälfte, sogar manchmal nur
ein Drittel ihrer Produktionskraft entfalten. Schon im Jahre 1897
hat Tieme gezeigt, daß die damals vorhandenen Schienenwalzwerke
den zukünftigen Bedarf für Schienen vollständig decken konnten 3 .
1 Die Tatsachen der Staatskontrolle usw., 1907, I. Teil, S. 77 (russisch).
2 Gutachten des Verbandes der Bisenindustrieellen usw. St. Petersburg
1908, S. 27, (russisch).
3 Tieme, a. a. O., 1897, V, S. 200.