Full text : Die geplante Erhöhung der Brausteuer für das norddeutsche Braugewerbe und deren Folgen

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Dividende.  Der  eigentliche  Biergewinn  unterliegt  dabei  den
größten  Schwankungen  und  erscheint  oft  verschwindend  klein.
Diese  Verhältnisse  beziehen  sich  aber  auf  die  Aktienbrauereien, ­
  sie  sind  nicht  anwendbar  auf  den  Privatbesitz. ­
  Die  obigen  sechs  Brauereien  stehen  zu  Buch  mit  rund
8  Millionen,  dabei  haben  sie  nur  einen  Aktienbesitz  von
rund  2 1 j i  Milt.  Mark.  Die  Aktiengesellschaften  können  sich  dies
leisten,  da  es  ihnen  möglich  ist,  sich  durch  Prioritäten  zu
helfen,  nicht  so  der  Privatbesitz.  Wollte  letzterer  nur  den
vierten  Teil  des  Gesamtwertes  als  eigenes  Vermögen  einlegen,
so  würde  er  bald  bankrott  sein.  Niemand  würde  ihm  dann
Kredit  geben.  Je  höher  nun  aber  die  eigenen  Einlagen,  desto
geringer  natürlich  der  prozentuale  Gewinn  an  denselben.  Die
7,61  pCt.  der  durchschnittlichen  Dividende  der  deutschen  Aktienbrauereien ­
  können  deshalb  von  dem  Privatbesitz  nicht  erreicht
werden.
Endlich  beweist  die  Zusammenstellung:
3.  Daß  die  deutschen  Brauereien  nicht  in  der  Lage  sind,
die  Mehrbelastung  dauernd  zu  tragen.
Die  in  Spalte  11  vorstehender  Tabelle  angegebene  Gesamtmehrbelastung ­
  der  sechs  Brauereien  beträgt  389  180  Mk.,
davon  ist  abzuziehen  die  verteilte  Dividende  mit  222  106  Mk.,
so  daß  sich  ein  Überschuß  der  Mehrbelastung  über  den  Reingewinn ­
  in  der  Höhe  von  167  074  Mk.  ergibt.  Würde  man
andere  Zusammenstellungen  von  Aktienbrauereien  in  anderen
Gegenden  machen,  so  würde  dies  an  dem  Bilde  nichts
ändern,  inan  würde  nur  immer  wieder  auf  ähnliche  Ergebnisse ­
  kommen.
Das  ist  ein  Bild  von  dem  Stand  der  Aktienbrauereien.
Wie  verhält  sich  nun  Aktienbrauerei  zu  Privatbrauerei?  Die
Aktienbrauereien  haben  ihren  Stand  wesentlich  gebessert  durch
Zusamnienlegungen,  dadurch,  daß  sie  jähre-,  jahrzehntelang  keine
oder  nur  sehr  geringe  Dividende  verteilten,  endlich  durch  die
hierdurch  erzielten  großen  Abschreibungen  und  dergleichen  mehr.
Die  Aktionäre  hatten  eben  zunächst  das  Nachsehen.  Ein
derartiges  Verfahren  kann  nun  zwar  das  Aktiengeschäft
einschlagen,  nicht  aber  der  Privatbesitzer,  denn  letzterer  muß
doch  leben.  Auch  die  oben  angeführten  sechs  Brauereien
haben  sich  sämtlich  aus  ungünstigeren  Verhältnissen  erst
nach  und  nach  herausgearbeitet.  Einige  derselben  gaben
über  20  Jahre  lang  keine  Dividende.  Nicht  alle  haben
sich  bis  heute  gleich  weit  durchgerungen,  trotzdein  sie  sämtlich
nur  unter  mustergültigen  Leitungen  stehen.  Da  liegt
also  nicht  die  Ursache.  Die  Verhältnisse  von  Ort  zu  Ort,
von  Brauerei  zu  Brauerei  sind  vielmehr  wesentlich  verschieden.
Hier  liegt  deshalb  die  Erklärung.  Die  Zeit  des  Bestehens,
die  ursprüngliche  Anlage,  verschieden  nach  Wert  und  nach
            
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