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alteten Konstruktionen zu umschiffen und dies ist nicht
einer der geringsten Gründe, weshalb diese Industrie,
wie kaum eine zweite, in verhältnismässig kurzer Zeit
eine so gewaltige, technische -und wirtschaftliche Ent
wicklung aufzuweisen hat.
Es ist interessant, die Entwicklung der fünf grössten
Firmen der Elektrizitätsbranche in der Schweiz: Ma
schinenfabrik Oerlikon, Brown, Boveri & Co. Aktien-
Gesellschaft, Elektrizitäts-Gesellschaft Alioth, Compagnie
de l’industrie dlectrique et mechanique und J. J. Rieler
& Cie. Maschinenfabrik Winterthur, im einzelnen zu be
trachten.
a. Maschinenfabrik Oerlikon.
Die Maschinenfabrik Oerlikon in Oerlikon*) unter
scheidet sich von den anderen Grossfirmen dadurch,
dass sie sich mit allen Gebieten der Starkstromtechnik
befasst und ausserdem noch verschiedene andere
Maschinen, insbesondere Werkzeugmaschinen, fabriziert.
Die Firma war bis gegen Ende der neunziger Jahre die
grösste Elektrizitätstirma der Schweiz. Ihre Gründung
fällt in das Jahr 1872. Sie wurde als offene Handels
gesellschaft unter dem Namen „Werkzeugmaschinen
fabrik Oerlikon“ mit bescheidenen Mitteln gegründet.
Zunächst befasste sie sich mit dem Bau von Holz
bearbeitungsmaschinen, später mit der Fabrikation von
Werkzeugmaschinen. 1875 wurde der kirma die Her
stellung und der Vertrieb von Mühlenartikeln nach den
Erfindungen von Wegmann für ganz Europa übertragen.
Die stetige Ausgestaltung der Fabrikation bedingte
*) Den Berichten der betreffenden Firma entnommen.