Full text : Die Arbeiterfrage in der Südrussischen Landwirtschaft

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als  die  mit  Verköstigung.  Wie  hoch  diese  Unterschiede  zwischen  den
Tagelöhnen  verschiedener  Arbeiterkategorien  sind,  sieht  man  aus  der
Tabelle  LX.
Betrachten  wir  jetzt  die  Schwankungen  der  Tagelöhne  in  den
verschiedenen  Gouvernements.
Vergleicht  man  die  durchschnittlichen  Taglohnsätze  für  ganz  Neurussland ­
  mit  den  durchschnittlichen  Lohnsätzen  in  den  einzelnen  Gouvernements, ­
  und  die  höchsten  und  die  niedrigsten  Lohnsätze  in  verschiedenen ­
  Gouvernements  mit  einander,  so  treten  die  Schwankungen
der  Tagelohnsätze  sehr  deutlich  hervor.  Wie  die  Tabelle  LXI  beweist,
sind  diese  Schwankungen  sehr  bedeutend  und  zwar  für  alle  Arbeiterkategorien ­
  und  in  allen  Peldarbeitenperioden.
Ausserdem  wird  aus  dieser  Tabelle  ersichtlich,  dass  am  meisten
je  nach  den  verschiedenen  Gouvernements  der  Tagelohn  des  Pferdearbeiters ­
  schwankt;  die  Tagelöhne  des  Mannes  schwanken  bedeutender
als  die  der  Frau;  die  Lohnsätze  ohne  Verköstigung  schwanken  mehr,
als  die  mit  Verköstigung.  Da  auch  der  Tagelohn  des  Mannes  ohne
Pferd  zwar  bedeutend  aber  doch  weniger  schwankt,  so  ergibt  sich  daraus,
dass  auf  die  höheren  Schwankungen  der  Tagelöhne  des  Pferdearbeiters
vor  allem  der  Mangel  oder  Ueberschuss  an  Zugvieh  und  die  Pferdeund
  Heupreise  wirken.  Das  am  meisten  variierende  Moment  in  diesen
Lohnschwankungen  ist  also  die  Miete  für  das  Zugvieh.  Ausserdem
beweist  die  Tabelle  LXI,  dass  die  Aenderungen  in  den  Tagelöhnen  je  nach
den  verschiedenen  Gouvernements  in  der  dritten  Feldarbeitenperiode
am  grössten  sind  und  zwar  bei  allen  Arbeiterkategorien.
Vergleichen  wir  jetzt  die  Schwankungen  der  Tageslohnsätze  in  den
einzelnen  Gouvernements  in  Bezug  auf  die  durchschnittlichen  Lohnsätze
für  ganz  Neurussland.  Wenn  wir  die  durchschnittlichen  Lohnsätze  für  ganz
Neurussland  als  100  annehmen  und  die  Lohnsätze  in  den  einzelnen  Gouvernements ­
  dazu  in  ein  prozentuales  Verhältnis  setzen,  so  lassen  sich  die
regionalen  Schwankungen  am  deutlichsten  erkennen.  (Siehe  Tabelle  LXU.)
Wie  man  aus  der  Tabelle  LXI!  sieht,  steht  der  Tageslohn  des
Pferdearbeiters  am  höchsten  in  Taurien  in  allen  Arbeitsabschnitten,  am
niedrigsten  in  der  1.  und  3.  Feldarbeitsperiode  in  Bessarabien  und  in  der
2.  Feldarbeitsperiode  im  Gouv.  Cherson.
Was  andere  Arbeiterkategorien  anbetrifft,  so  wird  bei  den  Tageslohnsätzen ­
  dieser  Kategorien  folgende  gemeinsame  Erscheinung  bemerkbar: ­
  In  der  1.  und  3.  Periode  steht  der  Tageslohn  für  alle  Arbeiterkategorien ­
  in  Taurien  am  höchsten,  am  niedrigsten  dagegen  in  der
1.  Periode  für  den  Arbeiter  im  Gouv.  Cherson  und  für  die  Arbeiterin
            
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