Object: Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

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Vierter Abschnitt 
mittel in den Händen weniger rufen, auf die Agrikultur angewand 
zwar große, plötzliche und gewaltsame Revolutionen der Pro 
duktionsweise und daher der Lebensbedingungen und Beschäftigung 
mittel der Landbevölkerung hervor, in vielen Ländern lange vor del 
Periode der großen Industrie. Aber dieser Kampf spielt ursprünß 
lich mehr zwischen großen und kleinen Landeigentümerp al 
zwischen Kapital und Lohnarbeit; anderseits, soweit Arbeiter durd 
Arbeitsmittel, Schafe, Pferde usw., verdrängt werden, bilden uw 
mittelbare Gewaltakte hier in erster Instanz die Voraussetzung de 
industriellen Revolution. Erst werden die Arbeiter vom Grund u 
Boden verjagt, und dann kommen die Schafe. Der Landdiebst# 
auf großer Stufenleiter, wie in England, schafit der großen Ag 
kultur erst ihr Anwendungsfeld.!*** In ihren Anfängen hat die? 
Umwälzung der Agrikultur daher mehr den Schein einer politisch“ 
Revolution. 
Als Maschine wird das Arbeitsmittel sofort zum Konkurrent” 
des Arbeiters selbst.!?” Die Selbstverwertung des Kapitals dus 
die Maschine steht im direkten Verhältnis zur Arbeiterzahl, der® 
Existenzbedingungen sie vernichtet. Das ganze System der kapitel 
stischen Produktion beruht darauf, daß der Arbeiter seine Arbeiß 
kraft als Ware verkauft. Die Teilung der Arbeit vereinseitigt dies‘ 
Arbeitskraft zum ganz partikularisierten Geschick, ein Teilwerkze“ 
zu führen. Sobald die Führung des Werkzeuges der Maschine anhei® 
fällt, erlischt mit dem Gebrauchswert der Tauschwert der Arbeiß 
kraft. Der Arbeiter wird unverkäuflich, wie außer Kurs gesetzt 
Papiergeld. Der Teil der Arbeiterklasse, den die Maschinerie ® Ü 
überflüssige, das heißt nicht länger zur Selbstverwertung de 
von der neuer Einwohner?“ („Principles of Political Economy“, fra 
zösische Uebersetzung, Bd. I, Buch 1, Kap. 19.) Viel naiver Petty, de 
sagt, daß sie die „Polygamie“ ersetze. Dieser Gesichtspunkt paßt höchste” 
für einige Teile der Vereinigten Staaten. Dagegen: „Maschinen Könp® 
selten mit Erfolg dazu verwendet werden, die Arbeit eines einzelnen % 
verringern; zu ihrer Herstellung wäre mehr Arbeit erforderlich, als dur 
ihre Verwendung erspart werden könnte. Mit wirklichem Nutzen sind N 
nur dort verwendbar, wo sie auf große Massen wirken, wo eine einzel” 
Maschine die Arbeit von Tausenden unterstützt. Sie finden sich dahe t 
reichlichsten in den dichtest bevölkerten Ländern, wo es die meist 
arbeitslosen Menschen gibt. Sie werden nicht angewendet, weil Arbe 
kräfte selten sind, sondern gerade wegen der Leichtigkeit, mit der die 
in Massen zur Arbeit herangezogen werden können.“ (Piercy Ravensto® 
„Thoughts on the Funding System and its Effects, London 1824“, p- 15.) 
19a Zur 4. Auflage bemerkt hier Engels: „Dies gilt auch für Deut, 
land. Wo bei uns große Agrikultur besteht, also namentlich im Oste”, N 
sie erst möglich geworden durch das seit dem 16. Jahrhundert, nament” 
aber seit 1648, eingerissene „Bauernlegen“.“ dt 
w7 „Maschinen und Arbeit sind in ständigem Wettbewerb.“ (Bit, 
„Principles of Political Economy. 3rd ed... London 1821“, p. 479.) [ gl 
„Grundgesetze der Volkswirtschaft“, übersetzt von Dr. Ed. Baum®“ 
Leipzig 1877, S. 365,1
	        
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