Metadata : Der Wirtschaftskampf der Völker und seine internationale Regelung

Wege  und  Ziele  einer  internationalen  Regelung.

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Wirren  von  1904  geradezu  als  eine  Befestigung  der  deutschen  Vorherrschaft ­
  in  Kußland  aufgefaßt.  Es  werden  daher  zur  internationalen  Verkehrsfreiheit ­
  noch  stärkere  Mittel  des  Ausgleiches  wirtschaftlicher  Überlegenheit ­
  und  wirtschaftlicher  Schwäche  nötig  sein.
Daß  aber  die  von  den  Alliierten  geplante  Beendigung  des  militärischen ­
  Krieges,  die  mit  einer  Fortsetzung  des  Abschlusses
verbunden  werden  sollte,  den  Wirtschaftsfrieden  geradezu  ausschließt,
ist  bereits  nachgewiesen  worden.  Selbst  der  Zollbund  der  Ententestaaten
mit  dem  Plane  einer  dreifachen  Abstufung  der  Zolltarife  mit  einem  Vorzugstarif ­
  für  die  Alliierten,  einem  anderen  für  die  Neutralen  und  einem
Generaltarif  gegenüber  Deutschland  und  Österreich,  müßte  die  wirtschaftliche ­
  Gewalt  der  Unterdrückten  neuerlich  auf  den  Plan  rufen.
Es  sollen  im  folgenden  die  Internationalisierung  zur
Förderung  der  rechtlichen  Gleichheit  und  die  Sozialisierung
zur  Förderung  der  tatsächlichen  Gleichheit  in  der  Weltwirtschaft ­
  untersucht  werden,
2.  Wege  und  Ziele  einer  internationalen  Regelung.
Wir  haben  gefunden,  daß  der  Wirtschaftskampf  des  Imperialismus
in  der  hemmungslosen  Verfolgung  der  selbstsüchtigen  Interessen  aller
imperialistisch  gesinnten  Staaten  bestand.  Dieser  Egoismus  ging  soweit,
daß  er  schließlich  zu  den  Mitteln  der  militärischen  und  wirtschaftlichen
Gewalt  griff.  Am  unverhülltesten  trat  diese  gewaltsame  Methode  der
wirtschaftlichen  Ausdehnung  in  der  Kolonialpolitik  der  Großmächte  vor
dem  Weltkrieg  und  in  dem  Wirtschaftskriege  der  Entente  mit  dessen  Vergeltung ­
  durch  die  Mittelmächte  zutage.
Wir  haben  gefunden,  daß  die  Erkenntnis  der  Schäden,  welche  dieser
Wirtschaftskampf  für  die  gemeinsamen  wirtschaftlichen  Interessen  mit  sich
brachte,  dem  wirtschaftlichen  Imperialismus  überhaupt  nicht  zum  Bewußtsein ­
  kam  und  daß  erst  mit  dem  Ausbruch  des  Wirtschaftskrieges  im  engeren
Sinne  die  Erkenntnis  weitere  Kreise  zu  erfassen  begann.
Man  kann  im  wesentlichen  drei  geistige  Strömungen  der  Gegenwart
unterscheiden,  in  denen  bereits  die  Erkenntnis  des  W  eltinteresses
am  Ausschlüsse  der  wirtschaftlichen  Vorherrschaft
einzelner  Volkswirtschaften  im  internationalen  Wettbewerb  und  deren
Ersatz  durch  eine  rechtliche  Ordnung  mehr  oder  minder  bereits
gereift  ist.
In  erster  Linie  steht  der  Pazifismus.  Dieser  hat  die  erste  Entwicklungsstufe ­
  des  sogenannten  negativen  Pazifismus,  der  sich  in
der  Forderung  von  internationalen  Schiedsgerichten  und  Vermittlungsräten, ­
  somit  in  einer  verbesserten  Technik  des  Ausgleiches
internationaler  Streitigkeiten  erschöpfte,  bereits  überwunden.  Der  k  o  n-
            
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