Körner und Mehle der Getreidearten und Hülseuf'rilchte.
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die Bestimmung von Zucker und Dextrin im Wasserauszug handelt, die Substanz
in einem Maßkolben einfach wiederholt mit Wasser schütteln, bis zur Marke Unfällen,
einen Teil der Flüssigkeit abmesSen, mit Bleiazetat unter Zusatz einiger
Tropfen von Tannin- und Leimlösung fällen und hierauf filtrieren.
Es erübrigt hier noch, einige besondere Verfahren zu besprechen, nämlich:
1. Nachweis von Unkrantsamen. Als \ orprobe zum chemischen Nachweis 1 )
Von Unkrautsamen im Mehl kann man sich des folgenden Verfahrens von A. E. Vogl 2 )
bedienen;
2 g Mehl werden in einem Eeagenzrohre mit etwa 10 ccm 5 °/ 0 Salzsäure
enthaltendem 70 °/ 0 -igen Weingeist kräftig durchgeschüttelt, nötigenfalls auch erwärmt,
a >sitzen gelassen und im reflektierten Lichte die Färbung beobachtet, welche das
‘ gesetzte Mehl und die überstehende Flüssigkeitssäule, besonders an ihrem freien
>^aume, zeigt. Ganz reine und feine Weizenmehle bleiben hierbei rein weiß und die
ussigkeit ist vollkommen farblos, wasserhell, klar, am Saume reinweiß; bei minder
reinen Weizenmehlsorten, bei den gewöhnlichen Eoggen-, Hafer- und Gerstenmehlen
erscheint der Saum gelblich, strohgelb, schwach gelbrötlich, bei den gröbsten Mehlen
gelb oder rötlichgelb.
Eine auffällige Färbung (orange, rot, violett, blau, grün) der Flüssigkeit und
■ anders ihres Saumes deutet auf die Anwesenheit gewisser Verunreinigungen von
' ‘ men oder Früchten, die im Ausreuter Vorkommen, hin. Die Anwesenheit von
en u nd Taumellolch verrät sich im feinen Weizen- und Eoggenmehle durch
^rangegejt»^ jene von Wicken durch rosenrote, violette oder purpurne, die von
achtelweizen und Klappertopf durch blaugrüne oder grüne, jene von Mutterkorn
rc i fleichrote bis blutrote Farbe.
Zum Nachweis der Kornrade bezw. des darin enthaltenen eigenartigen
1 1 onins hat A. Petermann 3 ) folgendes Verfahren vorgeschlagen:
beiß ® ^hl werden mit 1 1 Weingeist von 85 °/ 0 im Wasserbade behandelt und
Nied 1 triert ; das Filtrat wird mit absolutem Alkohol gefällt, der sich ausscheidende
dies 6rsc ^ a S bei 100° getrocknet und mit kaltem Wasser aufgenommen. Fällt man
d e s Q pi *^ uszu g wiederum mit absolutem Alkohol, so erhält man durch Trocknen
breti ' 1 lerten Niederschlages ein gelblich-weisses Pulver, welches einen bitteren,
g e , n ® n< * en Geschmack besitzt und leicht in Wasser löslich ist; die Lösung bildet,
®ich f i ^ e * nen l an S anhaltenden Schaum. Zur näheren Feststellung bedient man
keine p- en ^ er Reaktion: Man versetzt Lösung oder Pulver mit Jodlösung; entsteht
und p ^ j lr *. mn g, 80 ist keine Stärke vorhanden; die wässerige Lösung reduziert Silberw
esenl !^ n ^ sc k e Lösung, letztere aber erst nach Behandeln mit etwas Salzsäure (Ab-Bi
e i e , eit Von Zucker, Anwesenheit eines Glykosids); die wässerige Lösung wird durch
a b® r nicht durch Tannin oder durch Kochen gefällt (Abwesenheit von Eiweiß),
das M>l i ^ ei ^ cus un( i H. Kober 4 ) entfetten behufs Nachweises von Kornrade
erst im Soxhletschen Apparat mit Petroläther, ziehen darauf 20 g und
mehr des entfetteten Mehles heiß mit 80 g Chloroform und 20 g absolutem Alkoho^
* US ’ filtrieren möglichst warm unter Zuhilfenahme der Wasseriuftpumpe und dampfen
aS Filtrat auf dem Wasserbade ein. Keines Weizenmehl hinterläßt bei dieser Be
handlung geringe Mengen einer schwach gelben Substanz während von kornrade^
haitigem Mehle mehr Rückstand verbleibt. Der EUckstand wird mit wenig heißem
brin
l ) Ein
gen (vergl.
sicherer Nachweis der Unkrautsamen läßt sich nur mikroskopisch er-2\
a S' weifcer unten).
J E. Vogl, Die wipl
3 — • -gi, Die wichtigsten vegetabilischen Nahrungs- und Genußmittel, 18,1.,
Bulletin de l’Academie de Belgique 1879, aoüt.
) Zeitschr. f. Untersuchung d. Nahrungs- u. Genu.
Genußmittel 1902, 5, 1077.