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chanische Streckenförderung, 3. die Lokomotivförderung (unter
irdische).
I. Die Schlepper- und Pferdeförderung.
Die Schlepperförderung besteht darin, dass man die Kraft
des Menschen zum Stossen oder Ziehen benutzt. Hierbei hat
die Erfahrung gezeigt, »dass die beste Leistung dann erzielt
wird, wenn man die menschliche (und tierische) Arbeitskraft
nicht bis zur Erschöpfung in Anspruch nimmt, und dass eine
grössere Anstrengung stets mit einer geringeren wechseln soll« x ).
Infolgedessen hat man sog. Wechsel errichtet. Auf der Gräfin
Lauragrube in Oberschlesien wurden z. B. die Wechsel für die
Füller auf 77 m, für die Wagenstösser auf 165 m und für Pferde
auf 455 m festgesetzt. Das Resultat war eine Vermehrung der
Leistung um 80—100% x ). Nun wurden die Strecken länger und
man brauchte gerade zu Zeiten einer intensiven Hausseförderung
mehr Menschen. Aber eben dann war auch der Preis der Ar
beitskraft teuer, oft war Arbeitermangel vorhanden oder das
Feiern einiger Schlepper rief Betriebshemmungen hervor. Man
kann allerdings durch bessere Organisation der Schlepperarbeit
(indem man z. B. die Schlepper zu einer Kameradschaft vereinigt,
also Arbeitsteilung einführt) 1 2 ), die Leistungen bei der Förde
rung erhöhen, wie das Beispiel der Kons. Fuchsgrube in Walden
burg (1883) zeigt 3 ). Auch die zweckmässige Herstellung und
vorzügliche Erhaltung des Transportmaterials trägt dazu bei.
Aber die Ausdehnung der Grubenstrecken und die Menge der
Förderung drängte die Anwendung der Menschenkraft doch zu
rück. So finden wir im Ruhrgebiete nur noch in den Abbau-
strecken fast durchweg Schlepperförderung. Jedoch haben diese
Schlepper, die ins Gedinge der Kohlenhauer eingeschlossen sind,
noch andere Aufgaben: Kohleneinladen, Bergeversatz u. a. Man
weiss oft nicht, was Haupt- was Nebenbeschäftigung ist. In den
Hauptförder strecken dagegen ist die Schlepperförderung fast
bedeutungslos, es sei denn, dass eine unregelmässige oder ge-
1) Köhler-, Kat. 136.
2) Arbeitsteilung bedeutet die Vereinigung der Schlepper zu einer Kamerad
schaft insofern, als der Schlepper jetzt nicht mehr zur Aushilfe z. B. bei der Kohlen
gewinnung benutzt wird, sondern nur noch mit der Förderung zu tun hat.
3) Vogel, Ueber den Ersatz der Pferde bei der unterirdischen Streckenförderung
ausgedehnter Bergwerke. Preuss. Zeitschr. 1883. S. 399 ff.