Full text: Lexikon der Handelsgeographie

(Uïļjrobuïtion: DìcW, Thņ, ¿ļucfcr, Mchn. Baumw°ll°> 95 
SMޫW 
Urproduktion. 
DerLandban ist im eigentlichen E. 
. . — 1,11 «lamuiujcH V’. 
bic vorzüglichste Beschäftigung und wird 
zwar mit sehr einfachen Werkzeugen, aber 
nr der sorgfältigsten Weise betrieben. Das 
wichtigste Bodenprodukt dcö südlichen und 
mittlern C. istReis, in der Nähe der Küste 
Baumwolle; im nördlichen Teil werden 
statt Reis Hirsearten, Weizen und Hül 
senfrüchte gebaut. Indes gelangen diese 
Produkte nicht in den auswärtigen Han 
del, dienen vielmehr nur zur Ernährung 
der einheimischen Bevölkerung. Reis, 
Getreide und Hülsenfrüchte werden sogar 
noch importiert, so 1879: 
Reis für.... 2,5 Will. Mark 
Getreide für . . I,i . 
Das wichtigste Bodenprodllkt, insofern 
es den auswärtigen Haiidel angeht, ist 
ohne Zweifel der Thee, für den bis vor 
wenigenJahrenC. fast die alleinige Quelle 
war, und für welchen es auch noch immer 
Hauptproduktionsgebiet bleibt. Man 
schätzt die jährliche Produktioir von Thee 
m C. auf 450 Mill. kg. In den Aus 
fuhrlisten nimmt Thee durch seinen Wert 
die erste Stelle ein; 1878 wurden 114.8 
Mill, kg im Wert von 199,7 Mill. Mk 
exportiert, und zwar bestand dieser Export 
alls folgenden Sorten: 
Schwarzer Thee . . . 165, i Mill. Mark 
Ģrllner Thee .... 25,8 - 
Ziegclthee 8,5 - 
Theestaub 0,3 . 
m ei r Zwgelthee ist eine in Sibirien lind 
Nußland sehr beliebte Theesorte, nicht, 
wie man früher behauptete, mit Och en- 
uiid Schafblllt zusammengebacken, sondern 
aus seinem Theestanb und den kleinen zer 
brochenen Blättern bestehend, welche man 
P's dem bessern Thee herauösiebt, durch 
Kampfe anfeuchtet lind mittelst Hand- 
şi^ssen zusammenpreßt lind zwar in Form 
'"^Ziegels von 20 cm Länge und 11 
(t! 1 àite, im Gewicht von 0,8 — 1 kg. 
1 wird in den Distrikten Hankau und 
England . . . 54,o 
RußlaiidlKinchta) 9,i 
Verein. Staaten. 8,8 
Hongkong. 
Australien. 
Java 
10,e 
Zn neuester Zeit erscheint aber Thee ancl 
m den Einfuhrlisteil und zwar Siegel 
K'. 'P Japan für ben russischen Mart, 
^şiwrt. Der Import, von dem nur ein 
3 s ?» r Teil wieder ausgeführt wurde, hattc 
18l9 einen Wert von 217,500 Mt — 
er rohr wurde in C. schon seit nr- 
bod) kol boa 4%„p: 
MeProdukt erst in neuerer Zeit in dem 
Welthandel ans. 1879 ivurde brauner 
SÄSSÄSSÄg 
spulin gewonnen; aber noch immer bil- 
am# 
ben Gebrauch der dortigen Chinesen geht. 
„046. )„m æe^bm„d) Wtc 
1879 einen Wert von 234 Mill.Mk., be 
trug also nahezu die Hälfte des gesamten 
Einfuhrwerts. Der bedeutendste Handels- 
platz für Opium ist Schanghai, das über 
die Hälfte des ganzen Imports bezieht, 
wovon es wieder drei Viertel ausführt- 
nächstwichtig sind: Tschingkiang. Swatan 
und Ningpo. — Baumwolle gedeiht 
ļuĢ Zum 41." nördl. Br.; wie groß aber 
die Produktion ist, läßt sich auch nicht an 
nähernd schätzen. Den Konsum von Roh- 
banmwolle hat man ans 1000 Mill. Pfd. 
angegeben; die Ausfuhr ist eine verhält 
nismäßig geringe und beziffert sich bein 
Wert nach noch nicht auf 1,5 Mill. Mk., 
wozu noch unbedeutcndePosten von Bailm- 
woNsamen und BanmwollabfaN kommen 
Dabei berechnet man die Einfuhr von 
- - - Banmtvollzcugcn aus England auf 100 
Artikel, die unter « vermißt werden, sind unter K nachzuschlagen.
	        
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