Full text : Der Steinkohlenbergbau in Preussen und das Gesetz des abnehmenden Ertrages

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verwendeten  P.S.  als  Verhältnis  der  jeweiligen  Gesamtpferdekräfte
bei  den  einzelnen  Bezirken  betrachten.

Es  betrug  nämlich  der  Anteil  in  °/ 0

der

im  Reg.Bez.  Münster

Arnsberg

Düsseldorf

Wasserhaltung

16,0

26,0

22,3

Förderung

44,0

31,0

35,9

Wasserhaltung  und  Förderung

—

0,1

0,1

Kabel

1,6

M

1,0

Ventilatoren

9.6

8,5

7,2

Separation

0,8

i,4

1,7

Wäsche

1,4

4,7

4,7

Kesselspeisung

1,2

i,3

1,4

Fahrkünste

0,1

1,0

0,1

Sonstigen  Vorrichtungen

17,0

18,6

19,6

Koksausdruckmaschinen

0.3

0,9

0,8

Ziegeleien

i» 2

o,3

1,2

Lokomotiven  und  Lokomobilen

6,8

5,i

4,0

IOO

IOO

IOO

Bei  der  Wasserhaltung  finden  wir  den  grössten  Anteil
mit  26  %  in  dem  südöstlichen  Teile  des  Beckens,  der  dem  Reg.-Bez.
  Arnsberg  angehört,  dann  folgt  der  südwestliche  Teil  im  Reg.-Bez.
  Düsseldorf.  Am  geringsten  ist  der  Anteil  (16  %)  im  nördlichen ­
  Teile,  also  dem  Reg.-Bez.  Münster.  Dagegen  ist  bei  der
Förderung  der  Anteil  im  Norden  wegen  der  Tiefe  der  Gruben
am  grössten,  ebenso  ist  es  bei  den  Ventilatoren,  also  den  Bewetterungsanlagen. ­
  Unter  den  sonstigen  Vorrichtungen
ist  wohl  die  mechanische  und  chemische  Weiterverarbeitung  der
Kohle  zu  verstehen.  Man  sieht,  ein  wie  grosser  Teil  der  P.S.
diesem  Betriebszweige  gewidmet  wird.  Er  ist  im  Süden  grösser.
Schon  1887  wies  man  darauf  hin,  dass  für  die  meisten  Fettkohlenzechen ­
  der  Kokereibetrieb  eine  wichtige  Quelle  des  Gewinnes  sei
und  man  der  Koksfabrikation  den  hauptsächlichsten  Anteil  des
erzielten  Ueberschusses  zuzuschreiben  habe 1 ).

Die  Ursachen  der  ständigen  Vermehrung  bezw.  der  zunehmenden ­
  Konzentration  des  Maschinenkapitals  waren  einmal,
sich  bei  der  von  diesem  zu  leistenden  Arbeit  die  gleich  zu  analysierenden ­
  Vorteile  des  Gesetzes  des  zunehmenden  Ertrages  zu
nutze  zu  machen.  Zum  andern  zwang  die  zunehmende  Tiefe  des
Bergbaues  noch  zu  einer  stärkeren  Kapitalvermehrung  wegen  der
dadurch  um  so  mehr  benötigten  Stärke  der  maschinellen  Arbeitskräfte. ­
  Und  eben  weil  z.  B.  im  Norden  des  Ruhrbezirkes  die
1)  Simmersbach,  Die  Koksfabrikation  im  O.B.B.  Dortmund  mit  Berücksichtigung
des  fremden  Wettbewerbes.  Preuss.  Zeitschr.  1887.  B.  329.
            
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