Full text : Der Steinkohlenbergbau in Preussen und das Gesetz des abnehmenden Ertrages

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der  Förderung  der  Wasserhaltung

I.  Quart.

II.  Ouart.

I.  Quart.

II.  Quart.

1892

1894

1892

1894

Ist-Förderung  in  1  Stunde  in  mt:
Kosten  für  1  Stunde  P.S.  Nutz20 ­

  167

25182

68  940

77  343

leistung  in  Pf.:

I7.3I

13,75

4,69

3.i°

y.  durch  ausgedehnte  Ausnutzung  vorhandener  Dampf-  und
Maschinenanlagen  durch  ihre  Verwendung  zur  Kraftübertragung
über  und  unter  Tage.  Hierbei  ist  zu  erwähnen,  dass  der  Dampf
auf  grosse  Entfernungen  wegen  hoher  Kondensationsverluste  nicht
zu  gebrauchen  ist.  Auch  über  Tage  wird  bei  einer  Entfernung
von  600—1000  m  diese  Kraft  besser  indirekt  durch  vorgewärmte
Luft,  für  grosse  Entfernungen  aber  durch  Elektrizität  ersetzt 1 ).
Jedoch  ist  der  Wirkungsgrad  der  Kraftträger  nicht  allein  entscheidend, ­
  da  »allerlei  Zweckmässigkeitsgründe«,  z.  B.  Löhne  bei
seiner  Verwendung  mitsprechen.
Hierbei  finden  wir  häufig  schon  Ausgaben  für  »Neuanschaffungen, ­
  die  anfangs  die  Selbstkosten  naturgemäss  belasten,  nachher ­
  aber  auf  Jahre  erhebliche  Vorteile  bringen«.
Damit  kommen  wir
b)  dazu,  dass  nicht  mehr  bei  den  Kraftquellen  Verbesserung
von  etwas  Herkömmlichem  stattfindet,  sondern  neue  Methoden
angewendet  werden,  die  allerdings  den  Vorteil  haben,  dass  sich
die  mechanische  Kraft  fortlaufend  billig  beschaffen  lässt,  die  jedoch ­
  einmalig  mehr  oder  minder  gewaltige  Kapitalaufwendung
erfordern.
Hier  ist  vor  allem  die  Verwendung  von  Koks-  und  Hochofengasen ­
  zur  Erzeugung  von  Kraft  zu  erwähnen,  worin  in  letzter
Zeit  grosse  Fortschritte  gemacht  sind.
Schon  1887  wird  mitgeteilt,  dass  im  O.B.B.  Dortmund  bei
Verwendung  von  Koksofengasen  zur  Kesselheizung  die  Kohlenersparnis ­
  bei  der  Kesselheizung  bis  auf  25  %  der  Verkokungsmenge ­
  gestiegen  wäre  ,  und  dass  das  Gaskesselsystem  ein  sehr
bedeutender  Fortschritt  auf  dem  Gebiete  des  Bergbaues  sei 1  2 ).
Ein  Hochofen  aber  von  gewöhnlichem  Typus  mit  einer  Tagesproduktion ­
  von  100  t  Roheisen  ist  imstande  »eine  Gasmenge  zu
geben,  welche  zur  Erzeugung  von  2000  P.S.  notwendig  ist,  sodass,
  den  Preis  der  Tonne  Kohle  mit  nur  12,50  frs  gerechnet  eine
Brennstoffersparnis  von  180000  frs  pro  Tag  gegenüber  den  Dampf-1)
  1.  c.  288.
2)  Simmersbach,  Die  Koksfabrikation  im  Oberbergamtsbezirk  Dortmund  mit  Berücksichtigung ­
  des  fremden  Wettbewerbes.  Preuss.  Zeitschr.  1887.  B.  291  f.
            
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