Full text : Der Steinkohlenbergbau in Preussen und das Gesetz des abnehmenden Ertrages

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maschinen  resultiert«  x ).  Und  die  gesamte  Koksproduktion  in  We,
falen  ergibt  eine  mit  dem  Gasüberschuss  zu  erzielende  Leistun
von  etwa  iooooo  P.S. 2 ).
Nun  hat  man  gewiss  keine  Hochöfen  gebaut,  um  ihre  Abgase
in  Gasmotoren  auszunutzen.  Was  die  Werke  veranlasste,  sich
Hochöfen  anzugliedern,  was  also  die  sog.  vertikale  Konzentration
der  Industrie  hervorrief,  ist  in  den  verschiedensten  technischen
und  wirtschaftlichen  Momenten  begründet,  wie  es  Hans  Gideon
Heymann  in  seinem  Buche  über  die  gemischten  Werke  im  deutschen ­
  Grosseisengewerbe  so  trefflich  dargestellt  hat  und  worauf
hier  verwiesen  wird.  Aber  dem,  der  da  Hoch-  und  Koksöfen
hatte,  ergaben  sich  in  den  sonst  in  die  Luft  gehenden  Abgasen
wichtige  Kraftquellen,  deren  Grösse  eben  angedeutet  ist.  Die  Umsetzung ­
  von  Gas  in  Kraft  braucht  jedoch  nicht  notwendig  in  einer
Betriebs-  oder  Unternehmungskombination  vor  sich  zu  gehen,  obwohl ­
  dies  besonders  vorteilhaft  ist  und  den  Anlass  zur  Verwirklichunggegeben ­
  hat.  Sie  kann  auch  derart  geschehen,  dass  die  »wohlfeile ­
  Betriebskraft«  der  Abgase  in  Gasmotoren  in  Zentralkraftstellen
ausgenutzt  wird,  die  zur  Erzeugung  von  Elektrizität  verwendet
werden 3 ).  Hierin  hat  man  grosse  Fortschritte  gemacht  und  ist
zu  einer  planmässigen  Ausnutzung  der  Maschinen  gelangt 4 ).
So  kann  man  wohl  sagen:  zu  Anfang  vorigen  Jahrhunderts  revolutionierte ­
  der  Dampf,  am  Ende  die  Elektrizität  den  Bergbau.
»Für  den  Bergbau  eignet  sich  die  Elektrizität  als  Kraftübertragungsmittel ­
  besonders  deshalb,  weil  sie  den  örtlichen  Verhältnissen ­
  leicht  angepasst  werden  kann 5 ).«  Nun  erfordert  Strom
von  hoher  Spannung,  der  nötig  ist,  allerdings  Vorsicht,  da  durch
Berühren  der  Drähte  Unfälle  stattfinden,  ausserdem  ist  bei  unterirdischer ­
  Verwendung  von  Elektrizität  Explosionsmöglichkeit  vorhanden. ­
  »Allein  die  Elektrotechnik  bietet  genügend  Mittel,  alle
diese  Gefahrenquellen  unschädlich  zu  machen«  °).
In  Amerika  finden  wir  schon  1891  Elektrizität  beim  Bohren,
Schrämen,  zur  Förderung  und  Wasserhaltung  und  bei  unterirdi-1)

  Berg-  und  Hüttenm.  Ztg.  1900.  431.
2)  Gl.A.  1901.  905:  Goetze,  Anwendung  der  Elektrizität  im  Bergbau.  Auch  Festgabe ­
  VIII.  Allg.  deutschen  Bergmannstag.  100  f.
3)  Gl.A.  1903.  487.
4)  Gl.A.  1901.  905.  Goetze,  1.  c.
5)  Gl.A.  1898.  90.  Vogel,  Die  Elektrizität  im  Bergbau  und  Hüttenbetrieb.
6)  Friedemann,  Die  Verwendung  der  Elektrizität  beim  Bergbau,  im  besonderen
in  Schlagwettergruben.  Sächsische  Zeitschrift  1897.  IO  f.
            
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