Full text : Die Steigerung der Produktivität der deutschen Landwirtschaft im neunzehnten Jahrhundert

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Als  besäte  Fläche  ergibt  sich  also: 1 )
mit  Weizen,  Roggen  und  Gerste  zusammen  14  222  506 2 /o  Morgen,
„  Hafer  4436688
18659195  Morgen.
Nehmen  wir,  um  die  Rechnung  im  Sinne  Krugs  zu  Ende  zu  führen,
die  Hälfte  davon  =  9  329  597  Morgen  als  Brache  an,  so  erhalten  wir  als  Ackerfläche ­
  für  den  gesamten  Staat  18659195  +  9329597  =  27988792  Morgen
(bei  Krug  nur  24130390  Morgen).
Mit  diesem  Resultate  dürfen  wir  uns  aber  noch  nicht  zufrieden  geben,
denn  dabei  sind  nur  die  vier  Hauptgetreidearten,  nicht  aber  auch  die
übrigen  Früchte  wie  Buchweizen,  Hülsenfrüchte,  Kartoffeln  etc.  berücksichtigt. ­
  Weiterhin  müssen  wir,  um  dann  Vergleiche  mit  der  spätem
Zeit  anstellen  zu  können,  diejenige  Fläche  in  Betracht  ziehen,  die  der
preussische  Staat  nach  1815  einnahm.  Wir  scheiden  also  zunächst  die
polnischen  Provinzen  Kalisch,  Warschau,  Plock  und  Bialystok  aus,  welche
zusammen  1328  preussische  □  Meilen  =  2951111.1  Morgen  einnahmen.  Auf
diese  Fläche  kamen  nach  Krug  an  Aussaat  139850  Wispel,  und  zwar  an
Weizen,  Roggen  und  Gerste  97692  Wispel,  an  Hafer  42158.
Als  besäte  Fläche  haben  wir  also  anzunehmen:
2084096  Morgen  mit  Weizen,  Roggen  und  Gerste,
674528  „  „  Hafer,
im  ganzen  2758624  Morgen  und  darum  als  Ackerfläche  2758624  +  1379313
=  4137936  Morgen.
Ziehen  wir  diese  von  der  für  den  ganzen  Staat  gefundenen  Ziffer  ab,
so  erhalten  wir:
Der  ganze  Staat  123463569  Morgen  Gesamtfläche 2 ):  27  988792  Morgen  Acker,
4  poln.  Provinz.  29511111  „  „  4137936  „
Staat  ohne  die
poln.  Provinzen  93952458  Morgen  Gesamtfläche  :  23850856  Morgen  Acker.
Welchen  Raum  nahm  nun  auf  diesen  93952458  Morgen  die  mit
Hülsenfrüchten,  Buchweizen  etc.  bestellte  Fläche  ein?  Die  nachstehende
Tabelle  gibt  uns  darüber  Auskunft;  in  derselben  sind  die  Aussaatmengen
der  einzelnen  Fruchtarten  mit  den  nötigen  Korrekturen  nach  den  Angaben ­
  Krugs  zusammengestellt.  Die  durchschnittliche  Stärke  der  Aussaat
pro  Morgen  ist  unter  Berücksichtigung  aller  einschlägigen  Momente  nach
Angaben  von  Thaer, 8 )  Koppe, 4 )  Block 5  * )  u.  a.  bestimmt  worden.  Das
Ganze  ergibt  folgendes  Bild:
4 )  Ein  Wispol  =  24  Scheffel  ä  16  Metzen.
2 )  Nach  der  heutigen  Annahme,  vergl.  Meyers  Konv.-Lexikon  Art.  Preussen.  Krug
giht  weniger  genau  5586  □  Meilen  =  124133333  Morgen  au.
3 )  Grundsätze  der  rationellen  Landwirtschaft.
4 )  Unterricht  im  Ackerbau  und  in  der  Viehzucht.  10.  Aull,  von  E.  Wolff.
Berlin  1873.
5 )  Mitteilungen  landwirtschaftlicher  Erfahrungen,  Ansichten  und  Grundsätze.  2.  Aufl.
Breslau  1837.
            
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