Doppelraten von 500 g jedoch erheblich weniger auf ein Pfund
betragen.
Hierzu tritt schließlich der Unternehmergewinn, also die Ver
gütung für die Tätigkeit des Verkäufers und feiner Familienan
gehörigen, während im Kriege jeder weitere spekulative Gewinn
notwendigerweise ausscheidet.
Die Berechnungen maßgebender kommunaler Stellen und der
Vertreter des Fleischergewerbes selbst haben ergeben, daß bei der hohen
Ration von 500 g immerhin im Durchschnitte 24 Zs auf ein Pfund,
und zwar 9 A Hauvcrlust, 10 Zs Unkosten und 5 Zs Unternehmer-
lohn nötig sind, um die Lebenshaltung der Verkäufer zu fristen,
während bei der einfachen Ration von 260 g 24 A für Unkosten und
Unternehmergewinn, außer etwa 8 v. H. Schwund- und Hauverlnst,
insgesamt also etwa 35 Zs ans ein Pfund als angcincssener Klein
handelszuschlag zu betrachten sind.
Das Nähere hierzu muß den besonderen Ausführungen in diesem
Hefte vorbehalten bleiben. Es sei nur zur Verständlichmachung des
Ausgeführten nachstehend eine Bl u st erkalknlation des
Kleinhandels-Durchschnittspreises f n r
Schweinefleisch angeführt, wobei 73 M als Kosten für einen
Zentner Lebendgewicht zugrunde gelegt werden mögen. Es bleibt
beachten, daß die Preise für das Lebendgewicht der Schweine sich
nach^Preisgebieten abstufen, und daß schießlich der Durchschnittspreis
i" Sortenpreise — je nach Qualität - aufgelöst werden muß.
t Zentner Lebendgewicht
Viehhandelsverband o l / 8 %
Transport sFracht, Schwund) 10 % ■
Bei 70% Schlachiansbente 1 Pfund
Schlachtlohn, Gebühren
Versicherung
Warmgewichtsverlnst
Abzug für Nebenausbente i%
- 73,0 .((
= 4,0 „
7,3 „
zusammen 84,3 Jl.
...... = 1,20 .«
0,03 „
0,02 „
0,03 „
zusammen 1,28 Jl
— 0,05 „
bleibt 1,23
Zuschläge der Kommune für Unkosten (hoch gerechnet) 0,0-^,,
ergibt 1,28 Jl.
Bei 250Z wöchentl. Kleinhandels-Schwund- und .Han-
Verlust, Unkosten und Nutzen ■ ■ ■ ■ /:
Ladenpreis für 1 Pfund Schweinefleisch im Durchschnitt 1,49 Jl.