Full text : Baugenossenschaften und der Berliner Spar- und Bauverein

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’)  Davis,  a.  a.  0.  S.  25.

eine  so  mannigfache  Form  der  Einzahlung  zu,  daß  dadurch
alleu  Klassen  des  anlagesuchenden  Publikums  gedient  wird,
und  sie  zahlt  für  diese  eingezahlten  Gelder  einen  höheren
Zinssatz  als  die  gewöhnlichen  Sparkassen.  Auf  der  anderen
Seite  leiht  sie  die  Gelder  wieder  auf  Hypotheken  aus  und  sie
rechnet  dafür  einen  höheren  Zinssatz,  als  es  sonst  gewöhnlich
geschieht;  aber  sie  macht  dafür  auch  so  große  Zugeständnisse
an  den  Modus  der  Rückzahlung,  wie  ein  privater  Hypothekengläubiger ­
  es  unmöglich  tun  könnte.
Die  Genossen  wissen  genau,  wie  lange  sie  die  Zahlung
ihrer  Beiträge  fortzusetzen  haben,  und  sie  wissen  ferner,
welcher  Betrag  ihnen  beim  Austritt  aus  der  Genossenschaft
zusteht.  Eine  derartige  Gewißheit  ist  bei  einer  Genossenschaft
mit  beschränkter  Dauer  niemals  voi’handen.  Denjenigen  Mitgliedern, ­
  welche  Vorschüsse  erhalten  haben,  bietet  die  unbegrenzte ­
  Genossenschaft  noch  größere  Vorteile,  denn  die  unbegrenzte ­
  Dauer  ermöglicht  es  ihnen,  ihre  Rückzahlung  ihrer
Leistungsfähigkeit  anzupassen  und  sie  solange  auszudehnen,
wie  es  ihnen  paßt.  Infolge  dieser  Vorzüge,  welche  den
dauernden  Genossenschaften  anhaften,  haben  sie  in  England
und  in  den  Kolonien  eine  weite  Verbreitung  gefunden.
Sehr  verschieden  von  der  erwähnten  Organisation  sind
die  sogenannten  Landkaufgenossenschaften  (Freehold  Land
Societies).')  Auch  diese  Genossenschaften  werden  für  eine
unbegrenzte  Zeit  gegründet;  es  handelt  sich  bei  ihnen  aber
nicht  lediglich  um  Kreditoperationen,  sondern  um  die  Erwerbung ­
  von  Grundstücken,  welche  sie  parzellieren  und  unter
ihre  Mitglieder  verteilen.  Die  Mitglieder  erwerben  eine  bestimmte ­
  Anzahl  von  Geschäftsanteilen  entweder  durch  sofortige
Einzahlung  oder  durch  dauernde  Beitragsleistung.  Mit  dem
in  dieser  Weise  angesammelten  Kapital,  das  häufig  noch
durch  Anleihen  vergrößert  wird,  werden  Grundstücke  gekauft, ­
  die  daun  in  Baustellen  abgeteilt  werden.  Die  Genossenschaft ­
  sorgt  auch  für  die  Anlage  von  Straßen  und  für  die
Kanalisation.  Diejenigen  Mitglieder,  welche  sich  um  ein
Grundstück  bewerben,  müssen  unter  sich  losen,  um  dadurch
die  Reihenfolge  des  Empfanges  festzustellen.  Der  Preis  für
            
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